Mittwoch, 18. Oktober 2017

Rezension - Wenn die Liebe Anker wirft


Autorin: Cressida McLaughlin

Titel: Wenn die Liebe Anker wirft

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 11. September 2017

Seiten: 441

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Mira Taschenbuch




Über die Autorin:
Cressy wurde im Südosten Londons geboren – umgeben von Büchern und mit einem Kater als Spielgefährten, der nach Lawrenz von Arabien benannt worden war. Sie studierte Englisch an der Universität von East Anglia und lebt inzwischen gemeinsam mit ihrem Ehemann David in Norwich. Noch hat Cressy keinen eigenen Hund und bis es so weit ist schmust sie noch mit den flauschigen Vierbeinern ihrer Freunde. Wenn sie gerade einmal nicht schreibt, dann liest sie, oder macht Urlaub in ihrer Heimat London und an der wunderschönen Küste Norfolks.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein kleines gemütliches Boots-Café am beschaulichen Flussufer. Eigentlich traumhaft, trotzdem fällt es Summer schwer zurückzukehren an den Ort, an dem sie so vieles an ihre verstorbene Mutter erinnert. Doch sie muss das Café retten! Und plötzlich ist sie mittendrin, in einem neuen Leben am und auf dem Fluss. Zum Glück hat sie Mason, den Besitzer des Nachbarbootes, der immer da ist, wenn sie Hilfe braucht. Aber ist das nicht alles zu perfekt, um wahr zu sein?


Meine Meinung:
Das Buchcover und die Kurzbeschreibung haben mich neugierig gemacht. Ich hatte Lust mal etwas über das Leben auf einem Flussboot zu lesen und deshalb wanderte das Buch auf meinen Reader.

So lernte ich Summer und Mason und deren Hunde kennen. Alle waren mir sofort sympathisch und ich erwartete, dass die Liebe bei den beiden den Anker wirft. Denn mir war von Anfang an klar, wie die Geschichte enden würde. Allerdings musste ich ziemlich lange darauf warten. Wegen der üblichen Verwicklungen, weil nicht miteinander geredet beziehungsweise nicht zugehört wurde und weil sich immer wieder andere Personen einmischen, zog sich alles in die Länge. Dies findet sich allerdings meistens in Büchern dieses Genre.

Die Autorin hat sehr interessant geschildert, wie sich das Leben auf einem Flussboot  abspielt, denn natürlich lernte Summer noch weitere Personen und deren Lebensweisen kennen. Allerdings zog sich dadurch die Geschichte in meinen Augen sehr in die Länge und wirkte etwas langatmig.
Auf der anderen Seite hat die Autorin auch eine gewisse Spannung aufgebaut und gezeigt, dass es wichtig ist, Vertrauen aufzubauen und man ab und zu über seinen eigenen Schatten springen sollte.


Fazit:
Eine durchaus unterhaltsame Geschichte mit Höhen und Tiefen. Bestimmt gibt es auch jede Menge Leser, die nicht so ungeduldig sind, wie ich und mehr Spaß an diesem Buch haben werden.

Ich möchte mich bei dem Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Das Leben ist kein Punschkonzert


Autorin: Heike Wanner

Titel: Das Leben ist kein Punschkonzert

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. Oktober 2017

Seiten: 302

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Ullstein




die Autorin Heike Wanner...
... wurde vor vielen Jahren in Dortmund geboren
... lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Wiesbaden
... schreibt seit 2008 Frauen- und Jugendromane
... entspannt sich am liebsten bei einem guten Buch und einem Glas Wein
... freut sich über jedes Feedback zu ihren Büchern
 ... ist auch auf Facebook oder per Mail zu erreichen
... hat eine eigene Homepage: www.heike-wanner.de


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die selbstsichere Carolin hat Karriere gemacht, aber Pech in der Liebe. Die durchorganisierte Dreifach-Mutter Melanie wünscht sich ihr eigenes Leben zurück. Und Julia, die jüngste der drei Schwestern, weiß mit Anfang zwanzig immer noch nicht so recht, wohin sie im Leben will. Fürs erste betreibt sie den alten Kartoffelpufferstand der Familie und tingelt damit von Markt zu Markt. Doch so richtig gut läuft das Geschäft nur im Winter. Und ausgerechnet kurz vor Beginn der Weihnachtssaison kommt es zur Katastrophe: Julia rutscht auf dem Glatteis aus und bricht sich das Handgelenk. Einen verzweifelten Hilferuf später finden sich ihre beiden älteren Schwestern im Imbisswagen auf dem Wiesbadener Weihnachtsmarkt wieder, um Julias Jahresumsatz zu retten. Familie verpflichtet eben. Doch zwischen Pufferteig und Punschtopf fliegen bald schon die Fetzen ...


Meine Meinung:
Von der Autorin habe ich schon einige Bücher gelesen, aber ein Weihnachtsbuch war noch nicht dabei und deshalb war ich besonders neugierig. Vorab möchte ich erwähnen, dass keiner hungrig sein sollte, wenn dieses Buch gelesen wird, denn es löst ansonsten einen großen Appetit auf Reibekuchen aus 😉 zumindest bei mir war es so.

Heike Wanner hat mir die drei Schwestern Carolin, Melanie und Julia vorgestellt. Die drei führen ihr Leben auf ganz unterschiedliche Art und Weise und jede geht ihren eigenen Weg. Bis Julia, die jüngste sich die Hand bricht und das ausgerechnet kurz bevor sie auf dem Weihnachtsmarkt Reibekuchen verkaufen will. Die Schwestern zeigen Familiensinn und helfen sich gegenseitig.

Die Autorin lässt nun im Wechsel jede der drei zu Wort kommen, was ich sehr interessant fand und mich an die Geschichte gefesselt hat. So kommt es, dass sie sich nicht nur zusammenraufen sondern sich mit ihrem Leben auseinandersetzen müssen. Es hört sich nun so an, als würden jetzt nur Probleme gewälzt, nein, Heike Wanner bringt einem die besondere Stimmung, die auch auf Weihnachtsmärkten herrschen kann, näher.

Romanze, Familienzusammenhalt auf verschiedene Weise, Eingeständnisse und Anregungen zum Nachdenken, weihnachtliche Stimmung all dies hat die Autorin wunderbar miteinander verknüpft. Ich steckte so tief im Geschehen drin, dass ich wirklich das Gefühl hatte, vor Ort zu sein und Geräusche und Gerüche wahr nahm.


Fazit:
Interessant ist es, was in fünf Wochen alles so geschehen kann. Ich habe die Schwestern gerne begleitet und mich am Ende sehr gefreut, über alles. Deshalb gebe ich gerne eine Leseempfehlung.

Bei dem Verlag und Netgalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Bevor die Stadt erwacht


Autorin: Kerstin Hohlfeld

Titel: Bevor die Stadt erwacht

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. Oktober 2017

Seiten: 256

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Ullstein




Die Autorin Kerstin Hohlfeld wurde in Magdeburg geboren, studierte Theologie in Naumburg und Berlin, verließ die Hauptstadt kurz vor dem Mauerfall, um kurz danach zurückzukehren und in verschiedenen Berufen, u.a. als Autorin zu arbeiten. Sie engagiert sich für Tier- und Umweltschutz, radelt, wandert und reist leidenschaftlich gern und verbringt mit Vergnügen einen Teil ihrer Freizeit hinter dem Herd. Sie ist Mutter von drei erwachsenen Kindern.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Amelie Rothermund gehört zu den Menschen, die oft unsichtbar bleiben. Die alleinerziehende Mutter arbeitet, während alle anderen noch schlafen, damit sie tagsüber mehr Zeit für ihren Sohn Elias hat. Zu Weihnachten hat der kleine Elias daher einen ganz besonderen Wunsch: Er möchte, dass seine Mama nicht immer so müde ist. Dummerweise landet sein Wunschzettel in einer Lieferung mit Backwaren, die Amelie gepackt hat, und erreicht so den Komponisten Ephraim Sasse. Sasse ist vom Leben verbittert und lebt seit Jahren zurückgezogen in seiner Villa. Doch der Zettel des kleinen Jungen weckt in ihm den plötzlich Wunsch zu helfen ...


Meine Meinung:
Wie so oft, hat mich auch diesmal das Cover verführt. Aber seien wir mal ehrlich, gerade bei Weihnachtsbüchern bietet es sich ja wunderbar an, die Stimmung rüberzubringen. Wer wünscht es sich nicht, bei diesem Anblick auch im Schnee zu laufen. Doch halt, es gibt einige Leute, die sich in regelrechte Weihnachtsmuffel verwandelt haben.  In diesem Falle  war es der Komponist Ephraim Sasse, der sich über das weihnachtliche Gedudel vor seiner Villa ärgert und nicht so recht voran kommt mit seinen Kompositionen.

Zur Adventszeit ist es üblich, dass die Kinder einen Wunschzettel schreiben, der kleine Elias bildet da keine Ausnahme und niemand hätte gedacht, was díeser Brief alles auslösen wird.

Kerstin Hohlfeld hat mir zunächst alle Beteiligten vorgestellt, die mit den unterschiedlichsten Charakteren bedacht wurden und die sich in mehr oder weniger schönen Lebenssituationen befanden. Dann kam es zu einer Verkettung besonderer Umstände und das Schicksal nahm seinen Lauf.

Natürlich werde ich hier jetzt nichts vom Inhalt und den Geschehnissen verraten. Aber es entwickelte sich alles so weihnachtlich schön, dass ich mit dem Ende sehr zufrieden war. Etwas fühlte ich mich an eine Geschichte von Charles Dickens erinnert, was mir auch zeigte, dass selbst in der heutigen Zeit nicht alles rosig ist. Denn wer hat sich schon mal so richtig viele Gedanken darüber gemacht, wer, bevor die Stadt erwacht, für uns alle schon tätig ist.


Fazit:
Das Leben ist nicht immer leicht und deshalb freue ich mich, wenn ich Geschichten lese, in denen andere einem helfen Wunschträume zu erfüllen, denn manchmal bedarf es keiner großartigen Tat, um das zu vollbringen, auch Kleinigkeiten bringen einen weiter.

Bei dem Verlag und Netgalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Ein Weihnachtslicht über Sylt


Autorin: Ines Thorn

Titel: Ein Weihnachtslicht über Sylt

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 15. September 2017

Seiten: 176

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Rütten & Loening




Die Autorin Ines Thorn wurde 1964 in Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Buchhändlerin studierte sie Germanistik, Slawistik und Kulturphilosophie. Sie lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.


Kurzbeschreibung:
Adventszeit - eine stimmungsvolle Zeit. Wunschzettel werden geschrieben, Plätzchen werden gebacken und ... unvorhergesehene Ereignisse werfen einige Pläne über dem Haufen. Malte,  seit zwei Jahren verwitwet, versucht seinen Kindern eine schöne unbeschwerte Zeit zu geben. Aber die Kinder sehnen sich trotzdem nach einer Mutter. Da kommt die Idee gerade zur rechten Zeit und es wird ein entsprechender Wunschzettel geschrieben. Papa Malte soll das ja nicht wissen, deshalb wird Ole, der Postbote, gebeten, den Brief weiterzuleiten. Ob Ole da helfen kann?


Meine Meinung:
Gerade im Advent und zur Weihnachtszeit werden gerne Bücher gelesen, wo Gefühle und Wünsche eine große Rolle spielen.

Malte und seine Kinder hatte ich sehr schnell in mein Leserherz geschlossen und wünschte ihnen, dass ihre Wünsche erfüllt werden können. Wobei es zunächst die ganz normalen Wünsche waren, wie zum Beispiel ein Hund 😉 erst später kam der Wunsch nach einer neuen Mutter auf.  So ein Wunsch lässt sich ja nicht besonders leicht erfüllen, zumal zwei Kandidatinnen zur Verfügung standen.

Ich war gespannt und hatte meine Favoritin längst gewählt und ich denke die Kinder waren ebenfalls meiner Meinung.

Ines Thorn hat sehr liebevoll geschildert, wie schön es selbst in einer kleinen Familie im Advent zu gehen kann. Es hat mir sehr großen Spaß bereitet, die Kinder zu begleiten und mit dem Ende war ich dann sehr zu frieden.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und zu gerne würde ich jetzt in diesem Haus sitzen, nachdem ich einen Spaziergang mit Kind und Kegel im Schnee gemacht habe.


Fazit:
Ein Wohlfühlbuch, das gerne im Winter gelesen wird. Natürlich kann es auch zu jeder anderen Jahreszeit gelesen werden, aber es passt einfach besser zum Dezember.


Dieses Buch habe ich als Gastrezensentin gelesen, zur Verfügung gestellt wurde es mir von Claudias Bücherregal

Freitag, 13. Oktober 2017

Rezension - Friesenstalker


Autorin: Sina Jorritsma

Titel: Friesenstalker

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 13. Oktober 2017

Seiten: 170

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Klarant




Über die Autorin:
Die gebürtige Ostfriesin Sina Jorritsma aus der Krummhörn studierte in Hamburg Germanistik und Philosophie, bevor sie wieder in ihre Heimat zurückkehrte. Sie veröffentlicht unter Pseudonym, weil sie ihre Umgebung genau beobachtet und Ereignisse aus ihrem Leben in ihre Geschichten einfließen. Das Romaneschreiben ist ihr kleines Geheimnis, das nur wenige Menschen kennen. Bei einer großen Kanne Ostfriesentee mit Sahne und Kluntjes kann sie halbe Nächte durchschreiben, tagsüber hält sie sich mit Joggen fit. Sina Jorritsma lebt mit ihrer Familie in einem kleinen Ort bei Emden.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die ostfriesische Insel Borkum wird von einem düsteren Mord erschüttert. Ein verurteilter Stalker wird tot aufgefunden, gnadenlos stranguliert mit einem Seil. Handelt es sich um einen gemeinschaftlichen Racheakt? Ausgerechnet die drei jungen Frauen, die den Stalker angezeigt hatten, machen gerade zusammen Urlaub auf Borkum. Haben Reina, Hanna und Janina ein Mordkomplott geschmiedet und sich an ihrem Peiniger gerächt? Einiges deutet darauf hin, doch die Inselkommissare Mona Sander und Enno Moll ermitteln in alle Richtungen. Ins Visier gerät auch die Schwester des Ermordeten, Helena Kiebing. Sie scheint ihren Bruder zutiefst gehasst zu haben, und sie ist in merkwürdige Machenschaften verstrickt … Je tiefer die Kommissare graben, desto unübersichtlicher wird der Fall. Schließlich überschlagen sich die Ereignisse auf der Nordseeinsel, und plötzlich gerät Mona in tödliche Gefahr …


Meine Meinung:
Nun hatte ich hier schon den sechsten Fall, den Enno Moll und Mona Sander gemeinsam lösen sollten. Und mir war immer noch nicht langweilig. Im Gegenteil, die beiden Hauptpersonen haben mein Leserherz erobert und besonders Mona hat sich im Laufe der Bücher zu ihrem Vorteil entwickelt. So kann sie bleiben 😉

Diesmal sollte es ein verzwickter Fall werden, reichlich Verdächtige standen zur Verfügung und immer, wenn die beiden dachten, ein Verdacht könnte sich erhärten, passierte wieder etwas, was nicht ins Konzept passte.

Sina Jorritsma hat wieder ein sehr spannendes Buch geschrieben und ich als Leserin hatte reichlich Gelegenheit, mit zu ermitteln. Wobei ich gestehe, dass mir irgendwann ein Verdacht gekommen ist, allerdings wusste ich nicht, was die Person damit zu tun hatte.

Wie erwähnt, mag ich die beiden Kommissare inzwischen sehr, aber auch die anderen Kollegen sind mir sympathisch, na gut, Chef nicht unbedingt, aber wer kann schon einen Chef so richtig gut leiden 😉

Inzwischen habe ich auch das Gefühl die Insel sehr gut zu kennen. Ich freue mich darauf eines Tages mal dahin zu fahren und alle Schauplätze aufzusuchen.


Fazit:
Serienfans werden mit Sicherheit nach diesem Buch greifen. Allerdings ist jedes für sich abgeschlossen und kann auch einzeln gelesen werden. Also ein Start mit diesem Buch ist durchaus möglich.

Ich möchte mich bei dem Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 10. Oktober 2017

Rezension - Claude allein zu Haus


Autorin: Sophie Pembroke

Titel: Claude allein zu Haus

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Oktober 2017

Seite: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Mira Taschenbuch




Die Autorin Sophie Pembroke hat von Liebesgeschichten geträumt, sie gelesen und geschrieben, seit sie ihren ersten Mills & Boon-Roman im Zuge ihres Literaturstudiums an der Universität Lancaster in den Händen hielt. Als Autorin hauptberuflich romantische Geschichten schreiben zu dürfen, ist für sie ein wahrgewordener Traum. Sophie wurde in Abu Dhabi geboren, wuchs in Wales auf und lebt nun zusammen mit ihrem Ehemann, einem Wissenschaftler, ihrer fantasievollen Tochter und ihrem kleinen abenteuerlustigen Sohn in einem verträumten Städtchen im englischen Hertfordshire. In Sophies Welt gibt es die schönsten Happy Ends, die gemütlichsten Teepausen, und ein herzgreifendes Buch liegt griffbereit.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Ein einsames Bellen hallt durch den winterlichen Maple Drive. Die französische Bulldogge Claude kann es nicht glauben, dass seine Familie ihn einfach vergessen hat. Dabei ist in ein paar Tagen Weihnachten! "Chalet", "Fähre", "Frankreich" waren die letzten Worte, die seine schwarzen Fledermausohren erlauschen konnten. Angelockt von köstlichem Lebkuchenduft stolpert Claude in das Leben von Holly, ihrer Katze Perdita und dem Postboten Jack. Für die vier beginnt ein Weihnachtsabenteuer, das Herzen zum Schmelzen und Hundeaugen zum Strahlen bringt.



Meine Meinung:
Seid mal ehrlich, ist dieser Blick von Claude nicht herrlich? Das tolle Cover und der Buchtitel haben mich neugierig gemacht. Wer kennt nicht den Film Kevin allein zu Haus und hat gesehen, was alles so passiert. Ich hatte auch gewisse Erwartungen und wurde dann aber überrascht, allerdings angenehm überrascht.

Durch einen dummen Zufall fährt die Familie auf einmal ohne Claude in den Weihnachtsurlaub. Sie stellen dies erst sehr spät fest und können zunächst nicht umkehren. Aber Claude hat Glück, Jack der Briefträger und Holly, die Bewohnerin des Hauses gegenüber kümmern sich um Claude.

Die Autorin schildert nun sehr schön, was Claude alles erlebt. Im Wechsel steht entweder eine der Hauptpersonen oder Claude im Vordergrund. Wobei Claude über seine Erlebnisse in der Ich-Form berichten darf, was  das alles zusätzlich noch interessanter macht. Nach und nach lerne ich mit Jack, Holly und Claude die anderen Bewohner dieser Straße kennen, denen die Autorin die unterschiedlichsten Charaktere zugeordnet hat. Von anfangs nicht gerade sympathisch bis hinterher kaum wiederzuerkennen, alles ist dabei.

Was Claude nun alles auslöst und was die Familie erlebt, möchte ich hier natürlich nicht verraten. Nur das eine, es hat mir gefallen, wie sich alles entwickelt hat. Zu gerne hätte ich die Straße am Weihnachtstag mal gesehen.


Fazit:
Ein sehr schönes Weihnachtsbuch, das Lesevergnügen verspricht. Leicht und nicht übertrieben kommt alles rüber, naja, es wird doch ein bisschen übertrieben oder warum ist die Straße auf einmal ohne Strom 😉 Auf jeden Fall hat es mir gefallen und ich empfehle es gerne weiter. Selbst jetzt beim Schreiben dieser Rezension habe ich ein leichtes Grinsen im Gesicht.


Ich möchte mich vielmals bei dem Verlag und NetGalley für das Rezensionsexemplar bedanken.

Montag, 9. Oktober 2017

Rezension - Ein Stück vom Winterglück


Autorin: Abby Clements

Titel: Ein Stück vom Winterglück

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Oktober 2017

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Mira Taschenbuch




Die Autorin Abby Clements arbeitete im Verlagswesen, ehe sie ihr erstes Buch veröffentlichte. In den Wintermonaten macht sie es sich am liebsten mit einer heißen Schokolade und Lebkuchen auf der Couch gemütlich. Zusammen mit ihrem Mann lebt sie im Norden von London.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Neunundzwanzig Jahre lang waren Hazel und ihre Zwillingsschwester Lila unzertrennlich. Doch nun stehen Veränderungen ins Haus: Lila heiratet - und zieht aus dem gemeinsamen Londoner Apartment aus! Bei Hazel dagegen lässt das Glück noch auf sich warten. Bei ihrem Traummann ist sie abgeblitzt und ihre Chefin legt ihr permanent Steine in den Weg. Aber anscheinend hat das Leben noch etwas anderes für sie geplant - im Job wie in der Liebe.


Meine Meinung:
Auf der Suche nach Büchern für die Weihnachtszeit ist mir  dieses Buch mit dem wunderschönen Cover aufgefallen.  Da dieses Buch natürlich auf meinem zu lesenden Bücherstapel landete, lernte ich die Zwillinge Hazel und Lila kennen.

Die Autorin hat Hazel die Geschichte erzählen lassen und mir hat sehr gut gefallen, wie sie im Prolog die ersten neunundzwanzig Jahre aus dem Leben der Zwillinge schildern ließ. Es war nicht langweilig und sehr informativ.

Nach neunundzwanzig Jahren kam dann der Zeitpunkt, dass eine der beiden heiraten wollte. Lila hatte ihre große Liebe gefunden. Für Hazel war es nicht unbedingt eine leichte Situation, Schwester zieht aus dem gemeinsamen Wohnung aus, will heiraten und Hazel hat Ärger im Job.
Sehr fesselnd schreibt die Autorin Abby Clements, was Hazel alles so erlebt und damit umgeht. Denn zusätzlich zu ihrer Arbeit kümmert sich Hazel um die Hochzeitsvorbereitungen ihrer Schwester und weil das so gut klappt, darf sie direkt noch eine weitere Hochzeit vorbereiten.

Nun fragt sich der eine oder andere, genau wie ich es machte, weshalb dies denn ein Weihnachtsbuch sein soll. Tja, die Geschichte rund um Hazel endet im Winter, zunächst im Schnee in Schottland und später Weihnachten mit ihrer Familie. Dort treffen sich alle Familienmitglieder wieder und verleben eine schöne Zeit. Denn worauf ich mal wieder nicht im Einzelnen eingegangen bin, war die turbulente Zeit davor. Ich habe sehr viele liebenswerte Menschen kennen gelernt und freute mich über überraschende Entwicklungen.

Hazel und ihre Schwester hatte ich sofort in mein Leserherz geschlossen, später kamen dann noch weitere Personen dazu. Ich hoffte für alle, dass sie ihr Glück finden und auch genießen können.


Fazit:
Das Buch hat mich gut unterhalten. Es kann allerdings zu jeder anderen Jahreszeit gelesen werden, aber mich hat es gefreut, dass die Geschichte im Winter ein Ende fand, womit ich sehr zufrieden war.

Bei dem  Verlag und bei Netgalley möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Lebkuchenmänner und andere Versuchungen


Autorin: Jill Shalvis

Titel: Lebkuchenmänner und andere Versuchungen

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Oktober 2017

Seiten:  352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Mira Taschenbuch




Über die Autorin:
Die gebürtige US-Amerikanerin wohnt mit ihrem Mann David, den drei Kindern Megan, Kelsey und Courtney sowie diversen Haustieren in Truckee, der Ort liegt in der Nähe des Lake Tahoe in Kalifornien. Wenn die Kinder sie nicht vom Schreiben abhalten und mit ihr malen wollen, ist sie mit Schnee schaufeln oder Ski laufen beschäftigt. Außerdem freut sich Jill Shalvis über Post sowie E-Mails von ihren Leserinnen. Auf ihrer Website www.jillshalvis.com berichtet sie über ihre tägliche Arbeit sowie ihre neuen Bücher.



Kurzbeschreibung, übernommen:
Sechs quirlige Welpen in einer Badewanne und Willa muss sie bändigen um sie sauber zu bekommen. Kein Wunder, dass sie inzwischen selbst aussieht, als hätte sie im Schlamm gewühlt. In diesem Moment steht ausgerechnet Keane Winters in ihrer Tierpension, der Mann, der ihr einst das Herz brach. Jetzt erkennt er sie nicht einmal wieder! Keinesfalls wird sie Keane den Gefallen tun und sich um seine Katze kümmern. Und doch verliert sie sich sofort wieder in seinen unwiderstehlichen Augen …



Meine Meinung:
Als ich mich für dieses Buch interessierte, war mir nicht bekannt, dass dies bereits das zweite der Serie Heartbreaker-Bay ist. Allerdings war es kein Problem, denn es war nicht erforderlich das erste Buch zu kennen, um den Zugang zu dem zweiten zu finden.

In diesem Buch dreht sich alles um Willa, die einen Hundesalon führt. Willa scheint ein sehr großer Fan von Weihnachten zu sein, denn ihr Laden erstrahlt morgens im hellen Licht, wenn sie die völlig überzogene Weihnachtsdekoration einschaltet. Humorvoll schreibt die Autorin von einigen hundert Kilometer Lichterketten, die es in dieser Fülle nicht mal am Nordpol geben dürfte. Diese und ähnliche Bemerkungen haben mir Spaß gebracht und ich musste immer wieder grinsen.

Aber die Weihnachtsdeko verdeckt nicht die Probleme, die bei Willa auftreten, als auf einmal Keane vor ihr steht, weil er die Katze seiner Tante bei ihr in die Tagespflege geben will. Aus irgendeinem Grund mag Willa Keane nicht sonderlich. Den Grund erfährt der Leser im Laufe der Geschichte.
Manchmal staune ich über die Probleme, die sich aus Begebenheiten in der Jugend ergeben und anscheinend ein Leben lang andauern, wenn man da nichts unternimmt.
Auf jeden Fall entwickelt sich hier eine höchst erotische Geschichte, die Weihnachten ihren Höhepunkt erreicht, im wahrsten Sinne. Aber mehr verrate ich darüber nicht.

Willa und ihre Freunde habe ich schnell in mein Leserherz geschlossen, wobei aber gerade die Hauptperson ganz schön um einen Platz kämpfen musste, denn nicht immer handelte sie für mich verständlich. Über die Katze Sally und ihr Verhalten habe ich mich amüsieren können und es gab einige Dialoge, die mich zum Lachen brachten.


Fazit:
Wer also nach einer erotischen Geschichte, die in der Adventszeit spielt, Ausschau hält, könnte hier vielleicht das richtige Buch finden. Mich persönlich konnte das Buch nur stellenweise begeistern, aber ich hatte  mir halt etwas anderes vorgestellt.
Auf jeden Fall zeigt es mal wieder, dass viele Menschen nicht so sind, wie sie scheinen und einen falschen Eindruck vermitteln.


Bei dem Verlag und bei Netgalley  möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Kleiner Streuner - große Liebe


Autorin: Petra Schier

Titel: Kleiner Streuner - große Liebe

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 9. Oktober 2017

Seiten: 304

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Mira Taschenbuch



Seit die Autorin  Petra Schier 2003 ihr Fernstudium in Geschichte und Literatur abschloss, arbeitet sie als freue Autorin und Lektorin. Neben ihren zauberhaften Weihnachtsromanen schreibt sie auch historische Romane. Sie lebt heute mit ihrem Mann und einem deutschen Schäferhund in einem kleinen Ort in der Eifel.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Pünktlich zum ersten Schnee bekommt der kleine Streuner ein warmes Zuhause und einen Namen. "Socke" gefällt ihm ganz wunderbar. Es passt zu seinen weißen Pfötchen. Er wohnt jetzt bei André und darf jeden Tag mit ihm zur Arbeit fahren und dort Eva sehen. Sie ist nun Sockes neues Frauchen. Warum sie allerdings nicht auch bei ihm und André einzieht, versteht Socke nicht ganz, aber das scheint so ein Menschending zu sein. Das will Socke unbedingt lösen - am besten noch vor Weihnachten.


Meine Meinung:
Da ich bisher alle Weihnachtsbücher von Petra Schier mit großer Begeisterung gelesen habe, war ich schon ganz gespannt auf dieses neue Buch.
Es war dann auch wie ein "Nach-Hause-kommen", schnell waren mir wieder alle Personen präsent und ich freute mich darüber, etwas von den alten Bekannten zu lesen.
Santa und seine Elfen liebe ich sehr. Mir macht es immer wieder Freude, zu lesen, was sie sich jedes Mal ausdenken. Wobei Santas Frau auch eine wichtige Rolle spielt, wenn sie manches Mal nicht durchgreifen oder sich äußern würde, wer weiß, ob Santa das immer alles auf die Reihe kriegen würde.
Vielleicht kennen viele ja ebenfalls die Weihnachtsbücher, in denen immer ein Hund die Hauptrolle spielt, neben den beiden Menschen, die Santa gerne zusammen bringen möchte. Bekanntermaßen stellen sich die menschlichen Beteiligten oft sehr an und stehen sich auch manchmal selbst im Weg. Gut, dass dann ein liebenswerter Hund eingreifen kann.

Diesmal ist es Socke, ein Hund zum Verlieben, schaut Euch nur mal das süße Cover an. Natürlich kommt Socke auch zu Wort und auch diesmal hatte ich sehr viel Freude an seinen Antworten und Gedanken. Tja, wenn Hunde sprechen könnten... wobei, sie können es ja, es sind die Menschen, die sie nicht verstehen.

Um es kurz zu machen, Petra Schier hat mich auch mit diesem Buch wieder begeistert. Ich habe es regelrecht verschlungen, was natürlich auch dann nur geht, wenn die Geschichte flüssig und fesselnd geschrieben wurde, wie es hier der Fall war.


Fazit:
Allen Freunden von Büchern, in denen Hunde eine Rollen spielen, die Liebe nicht zu kurz kommt  und es nach den üblichen Verwicklungen oder Verzögerungen zu einem guten Ende kommt, möchte ich dieses Buch gerne empfehlen. Wer die anderen Bücher noch nicht kennt, sollte vielleicht nach und nach alle beginnend bei Band 1 lesen. Wobei jedes Buch eine abgeschlossene Geschichte ist und ohne Vorkenntnisse gelesen werden kann.


Ich möchte mich vielmals bei Petra Schier und dem Verlag bedanken, die mir immer wieder die Möglichkeit geben, einige wunderschöne Lesestunden zu erleben.

Sonntag, 8. Oktober 2017

Rezension - Der Weihnachtswald


Autorin: Angelika Schwarzhuber

Titel: Der Weihnachtswald

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 18. September 2017

Seiten: 416

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet




Die bayerische Autorin Angelika Schwarzhuber lebt mit ihrer Familie und einem äußerst willensstarken Kater, der in Eigenregie die Schlafzeiten der Autorin bestimmt, in einer kleinen Stadt an der Donau. Sie arbeitet auch als Drehbuchautorin für Kino und TV (u.a. »Eine unerhörte Frau«). Wenn sie nicht am Computer Texte dichtet, verzieht sie sich gerne mit Freunden in kleine Berghütten zum Schafkopfspielen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wenn der Weihnachtsstern am hellsten leuchtet, ist es Zeit, einander zu vergeben …

Wie jedes Jahr an Weihnachten macht sich die alleinstehende Anwältin Eva auf den Weg zu ihrer Großmutter Anna. Das stattliche Anwesen der Familie, umringt von einem Garten mit einem Wald aus Tannenbäumen, ruft viele Erinnerungen hervor. Hier wuchs Eva auf, nachdem ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen waren. Im Haus trifft sie nicht nur auf ihren Jugendfreund Philipp, sondern auch auf das Waisenkind Antonie. Während draußen ein Schneesturm tobt, verschwindet das Kind plötzlich spurlos. Auf der gefährlichen Suche nach Antonie landen Eva und Philipp unversehens in der Vergangenheit ...


Meine Meinung:
Es ist schon eine Weile her, seit ich ein Buch mit Tränen in den Augen zur Seite gelegt habe. Nein, es war nicht schlecht, es war rührend schön und zur Seite habe ich es auch nur gelegt, weil ich es ausgelesen hatte.
Ein Wintermärchen war es wirklich und jetzt habe ich mal wieder das Problem, dass ich zu wenig von meiner Begeisterung weitergeben kann, weil ich sonst zu viel verraten würde.  Ich versuche es aber trotzdem mal.
Was wäre, wenn wir eine Zeitreise machen könnten. Was wäre, wenn diese Zeitreise sehr wichtig für etwas sein sollte, wir aber nicht wissen, was es denn sein mag. Was wäre, wenn eine Person seit ewigen Zeiten versucht, die richtigen Personen zusammen zu bekommen.
Tja, diese Fragen mussten sich Eva und Philipp stellen. Unverhofft landeten sie auf einmal mit Antonie, einem kleinen Waisenmädchen, in der Vergangenheit. Schnell erkannten Eva und Philipp wem sie gegenüber standen. Eine schwierige Situation, denn sie konnten ja nicht verraten, woher sie kamen. Wobei ich auch bezweifel, dass es ihnen jemand geglaubt hätte.
Angelika Schwarzhuber ist mit diesem Buch etwas wunderbares gelungen. Sie hat mich an das Buch gefesselt, ich konnte es nur schwer zur Seite legen, weil ich unbedingt wissen wollte, warum die drei in der Vergangenheit gelandet sind. Ich konnte sehen, wie sich Menschen zum Positiven veränderten. Ich fand Erklärungen für merkwürdiges Verhalten. Es machte nachdenklich, weil es mal wieder zeigt, dass nicht zu schnell über Personen geurteilt werden soll. Manche Verhaltensweisen ergeben sich aus Situationen aus der Vergangenheit.
Ich war gespannt, ob Eva, Philipp und Antonie etwas bewirken konnten, ich war gespannt, ob sie den Weg zurückfinden und freute mich über Kleinigkeiten, die sie ausgelöst hatten, aber für manche sehr große Verbesserungen waren.
Natürlich hat mich das wunderschöne Buchcover wieder verführt, mich näher mit dem Buch zu befassen, was ich nun sehr gut finde.

Fazit:
Ein Wintermärchen, wunderschön geschrieben, mit vielen Emotionen verbunden, was ich jedem empfehle zu lesen. Achja und dazu gibt es noch einen Tipp, passt bei Schneestürmen auf herabfallende Äste auf.
Und was ich noch sagen wollte, es zeigt sich doch, dass kleine Filmaufnahmen mit dem Handy anderen eine riesengroße Freude machen können.

Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Und heute fällt der erste Schnee


Autorin: Tara Riedmann

Titel: Und heute fällt der erste Schnee

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

Erschienen: 31. August 2017

Seiten: 264

Altersempfehlung: Erwachsene






Die Autorin Tara Riedman wurde 1974 in Düsseldorf geboren. Früher wollte sie Ärztin für Pferde, Mäuse, Marienkäfer und Regenwürmer werden, Kriminalpolizistin, Primaballerina, Hubschrauberpilotin (aufgrund ihrer ausgeprägten Höhenangst wohl keine besonders gute Idee) oder Romanautorin. Dabei herausgekommen ist letztendlich zwar eine Karriere im Projektmanagement eines Großunternehmens, ihre Leidenschaft fürs Schreiben hat sie aber trotzdem nie ganz aufgegeben. Der Wunsch, anderen Menschen mit ihren Geschichten etwas Freude und Ablenkung vom Alltag zu verschaffen, wurde im Laufe der Jahre immer stärker. Und wie heißt es so schön: Besser spät als nie - manchmal werden Kindheitsträume eben doch wahr!



Kurzbeschreibung, übernommen:
Du magst Buchcafés, Familiengeheimnisse und kitschfreie Liebesgeschichten? Dann bist du hier genau richtig:
Bücher, Musik und Karamellbonbons - mehr braucht die Bloggerin Sam nicht zum Glücklichsein. Doch als ihr Traum von einem Buchcafé plötzlich in greifbare Nähe rückt, wagt sie den Sprung vom schottischen Dorf ins Kölner Stadtleben. Dort stellt sie nicht nur die Umsetzung ihrer Pläne vor unerwartete Herausforderungen, auch die Verwandtschaft macht ihr das Leben schwer: Was hat es mit den geheimnisvollen Briefen auf sich, über die niemand sprechen will? Und wie soll sie bloß die Gefühle für ihren Cousin Marc in den Griff bekommen? Es wird höchste Zeit für ein Weihnachtswunder - und Sam hofft auf den ersten Schnee des Jahres, denn der bringt einen ganz besonderen Zauber mit sich ...



Meine Meinung:
Bei meiner Suche nach Weihnachtsbüchern ist auch das eine oder andere Buch auf meiner Liste gelandet, was nur im ersten Moment nach einem Weihnachtsbuch aussah. Da für mich Schnee dazu gehört, landete dieses Buch erst einmal auf meinem Reader und ich stellte schnell fest, dass es zu jeder Jahreszeit gelesen werden kann. Aber es gibt hier die Hoffnung auf ein Weihnachtswunder und die verstorbene Oma hat ihrem Enkel vermittelt, dass der erste Schnee einen besonderen Zauber mit sich bringt.
Aber bis es dazu kommt, passiert erst einmal eine Menge im Leben von Sam. Niemals hätte sie gedacht, dass ihre verstorbene Großmutter dazu beitragen kann, dass sie sich ihren Wunschtraum erfüllen kann. Allerdings wird es nicht leicht werden. Familiengeheimnisse müssen gelüftet werden, dazu tragen einige Briefe bei. Entweder tauchen sie überraschend auf oder sie sind sehr alt und haben in der Vergangenheit etwas ausgelöst, was endlich mal geklärt werden müsste.
Außerdem spielt die Liebe auch mal wieder eine große Rolle, bis es zu einem Ende kommt, das mich erfreut, gibt es natürlich reichlich Verwicklungen.
Wer viele Bücher liest, die in diesem Genre angesiedelt sind, kennt einige Situationen, die auch in diesem Buch vorkommen. Hier ist es dann interessant, wie die Autorin dann die Grundidee weiter entwickelt und ich fand es durchaus interessant. Lächeln musste ich allerdings dann auch mal, denn diese Geschichte spielt in Köln und im Rheinland fällt äußerst selten Schnee. Wer sich also darauf verlässt, in Verbindung mit einem Weihnachtswunder, könnte durchaus schlechte Karten haben.


Fazit:
Wer nach einer Lektüre Ausschau hält, in dem es um Liebe, Alltagsleben und Familiengeheimnisse geht, wird von diesem Buch vielleicht begeistert sein. 

Rezension - Winterzauber in Bethany


Autor: André Berlekamp

Titel: Winterzauber in Bethany

Genre: Weihanchtsbuch

Version: eBook, und Taschenbuch

erschienen: 6. November 2016

Seiten: 328

Altersempfehlung: Erwachsene





Ganz untypisch für einen Mann schreibt der Schriftsteller und Literaturpreisträger André Berlekamp Geschichten, deren Quintessenz die großen Gefühle sind. Ob Frühling, Sommer, Herbst oder Winter ist dabei nebensächlich. Die Hauptsache ist, dass sich seine Charaktere in ihren Rollen wohlfühlen. Sie wachsen in ihrem fiktiven Leben und ihren Aufgaben, aber geben die Handlungen der Romane immer nur kapitelweise preis. So verraten sie ihrem »Vater«, wie dem Leser auch, erst am Ende, wie eine Geschichte ausgeht.
Die enge Bindung zu seinen Protagonisten verdankt André Berlekamp sicherlich zu einem Großteil seiner Empathie, die er selbst durch seine voranschreitende Sehbehinderung begründet. Die verborgene Welt um ihn herum beeinträchtigt seinen Traum – das Schreiben – jedoch nicht. Die immer neuen Geschichten, die täglich in seinem Kopf entstehen, treiben ihn stetig voran, sie niederzuschreiben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wunder geschehen, wenn wir sie am wenigsten erwarten Chris Forrester hatte alles andere als eine unbeschwerte Kindheit. Seine Eltern waren geschieden, seine Mutter meistens unerreichbar und Stiefmutter Mona der Teufel höchstpersönlich. Nur einmal im Jahr konnte Chris ganz er selbst sein, denn in der Weihnachtsnacht besuchte ihn seine geheimnisvolle Freundin Holly. An seinem zehnten Geburtstag verabschiedete aber auch sie sich schweren Herzens und nahm ihm zu allem Überfluss die Erinnerungen an sie. Nach vielen Jahren und noch mehr Problemen stößt Chris kurz vor Weihnachten versehentlich mit einer Frau zusammen, die ihm seltsam vertraut vorkommt.


Meine Meinung:
Hach, ich mag diese Weihnachtsgeschichten, in denen Santa und Gehilfen den Kindern viel Freude bereiten.
Holly hilft Santa bei der Verteilung der Weihnachtsgeschenke und sie darf die Kinder bis zum zehnten Geburtstag betreuen. Danach vergessen die Kinder alles. So auch bei Chris, der es nicht leicht mit seinen geschiedenen Eltern und seiner Stiefmutter Mona hat.
Aber irgendetwas ist hier doch anders, nach vielen Jahren begegnet Chris einer Frau, die ihm  bekannt vorkommt. Diese Frau kümmert sich um ihn, erfüllt sogar einen weiteren Kinderwunsch und bietet ihm Halt, als er im Büro großen Ärger bekommt.
Ob das nun wirklich Holly ist verrate ich hier nicht, auch nicht, welche Entwicklung diese Geschichte nimmt. Ich fand es irgendwie schnulzig rührselig schön, einfach eine Geschichte, wie sie gerne zur Weihnachtszeit gelesen wird.

Achja, natürlich habe ich mir Timberlane Lodge angesehen und kann verstehen, dass Chris so gerne mit seiner Mutter dorthin gefahren wäre.


Fazit:
Ein sehr schönes Weihnachtsbuch, das ich gerne weiterempfehle.

Das Buch habe ich über KU gelesen

Samstag, 7. Oktober 2017

Buchmesse Frankfurt 2017



Unschwer zu erkennen, dass die nächste Buchmesse in wenigen Tagen beginnen wird.
Inzwischen fühle ich mich als alter Hase, ich finde mich wesentlich leichter zurecht, als bei meinem ersten Besuch. Aber trotzdem geht immer noch die eine oder andere Information an mir vorbei. Gut, dass in mittlerweile einige Buchbloggerinen sehr gut kenne und wir uns auch bestens austauschen.
Ich freue mich deshalb auch sehr, in der nächsten Woche nicht nur Autoren zu treffen, sondern auch viele liebe Bloggerinnen zu sehen.

Tja, auch in diesem Jahr habe ich versucht, mich gut vorzubereiten. Eine Liste mit den Terminen, wer wann wo zu finden ist, habe ich erstellt. Wichtig sind auch die Bloggertreffen auf den Ständen.
Das Autorenbuch wird wieder eingepackt, denn mir fehlen immer noch einige Autogramme. Das Handy und die Digicam darf ich nicht vergessen, will ich doch die Erinnerungen später in Wort und Bild weitergeben.

Da eine mir lieb gewonnene Bloggerin sich sehr viel Arbeit gemacht hat, stelle ich hier jetzt mal den Link zu ihrem Blog ein, denn ich denke, dass es auch toll ist, wenn viele sehen, was sie alles zusammen getragen hat und über Kommentare freut sie sich sicherlich: Melusines Welt

Ansonsten sehe ich Euch oder Ihr werdet hinterher einiges von mir erfahren.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Blogger interviewen den Buchhandel

In diesem Jahr wird zum ersten Mal der

Deutsche Selfpublishing-Preis 

verliehen. Ich finde, dass dies eine gute Idee und Möglichkeit ist, Autoren und Bücher einem großen Publikum vorzustellen.
Zehn Autoren landeten mit ihren Büchern auf die sogenannte Shortlist und am 11. Oktober wird auf der Buchmesse in Frankfurt der Gewinner vorgestellt und der Preis übergeben.




Eins der Bücher ist die "Blutföhre"  von
Monika Pfundmeier.


Ein historisches Buch, das ich mit Sicherheit
bald lesen und rezensieren werde.






Mit diesem Buch wollte ich nun aber auch die
Gelegenheit nutzen und mit meiner Buchhändlerin
vor Ort mal ein Gespräch über Selfpublishing  führen.



Seit 1989 gibt es die Bücherstube in
Düsseldorf-Eller auf der Gumbertstr.

Claudia Alt und ihr Bücherhund Dixi begrüßen jeden Kunden sehr freundlich.

Sie berät den Leser und der kleine
Dixi freut sich, wenn hinterher die Kasse klingelt, denn er bekommt dann ein Leckerli Umsatzbeteiligung.



Mit Claudia Alt führte ich nun ein sehr interessantes Gespräch:


Worauf achten Sie bei der Auswahl und Aufnahme eines Buches in Ihr Sortiment?

Angebote und Kataloge der Verlage werden sorgfältig studiert und entsprechend die Bücher ausgesucht, zumal ja auch der Lesegeschmack der Stammkunden bekannt ist.
Dann habe ich meine eigene Bestsellerliste, die sich ab und zu mit der "offiziellen" überschneidet.
Einen großen Vorrat muss es nicht geben, da jedes Buch kurzfristig besorgt werden kann. 


Welche Rolle spielen Lesermeinungen oder Buchbesprechungen von Bloggern bei der Auswahl eines Buches?

Vorschläge werden gerne aufgenommen und Informationen über das Buch eingeholt. Wenn es ins Sortiment passt, wird es allerdings erst gelesen und dann ein Urteil gebildet. 


Beim Deutschen Selfpublishing Preis 2017 werden qualitativ hochwertige und erfolgreiche Romane von Selfpublishern ausgezeichnet. Was halten Sie von dem Preis?

Leider ist der Preis noch sehr unbekannt und ich wünsche mir, dass er mehr Aussagekraft bekommt. Aber auch, dass bisher unbekannte Autoren dadurch gefördert werden können. Denn manchmal ist die Vergabe verschiedener Literaturpreise an berühmte Persönlichkeiten nicht immer nachvollziehbar.


Haben Sie "Blutföhre" bereits in Ihrem Sortiment?

Nein, bisher noch nicht.


Würden Sie "Blutföhre" ins Sortiment aufnehmen, auch wenn es kein Verlagsbuch ist?

Ich werde es demnächst lesen und dann entscheiden. Wenn es ins Sortiment passt, warum nicht.


Können Kunden problemlos Bücher von Self-Publishern in ihrer Buchhandlung bestellen?

Auf jeden Fall, hier können alle Bücher bestellt werden. 
Besonders "Books on Demand" ist bekannt für eine gute Abwicklung.


Hinweis von mir, Books on Demand, kurz BoD ist ein Verlag, wo Autoren ihre Bücher selbst veröffentlichen können.



Ich fand die Unterhaltung mit Claudia Alt sehr interessant und aufschlussreich. Ich habe mir auch bewusst diese Bücherstube ausgesucht, denn ich persönlich finde es sehr wichtig, dass die kleinen Buchläden in den Stadtteilen erhalten bleiben. Mir ist klar, dass dort nicht das riesengroße Sortiment angeboten werden kann, wie in den Filialen großer Ketten. Aber eine persönliche Beratung ist sehr wichtig und auch, dass ich dort jedes Buch bestellen und in kurzer Zeit erhalten kann.

Ich möchte mich bei Claudia Alt für das Gespräch bedanken und drücke Monika Pfundmeier die Daumen.


Martina Schütt hat auf ihrem Blog "Leserattenhöhle"  ebenfalls ein Interview veröffentlicht, dass sie mit ihrer Buchhändlerin geführt hat. Interview

Mittwoch, 4. Oktober 2017

Rezension: forever love - Ich sehe Liebe


Autorin: Bettina Kiraly

Titel: forever love - Ich sehe Liebe

Genre: Gay Romance

Version: eBook

erschienen: 30. September 2017

Seiten: 288

Altersempfehlung: Erwachsene






Die Autorin Bettina Kiraly wurde 1979 geboren und wuchs in einem kleinen Ort im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich auf und lebt hier noch immer mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern. An ihrem ersten Roman hat sie mit achtzehn zu schreiben begonnen, ihn aber erst viel später fertiggestellt. Seitdem ist das Schreiben ein fixer Teil ihres Lebens. 2007 wagte Bettina Kiraly mit ihren Büchern den Schritt in die Öffentlichkeit. Seit 2010 ist sie Mitglied der Künstlervereinigung ARTSchmidatal. Immer schon suchte sie nach der Antwort auf die Frage: Warum handeln Menschen, wie sie es tun? Fasziniert von den dunklen Flecken auf der menschlichen Seele beschäftigen sich Bettina Kiralys Texte mit der Psyche der Hauptpersonen ihrer Geschichten.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wenn Jonas nicht gerade fremde Menschen verkuppelt oder die Computerprobleme der Firma löst, für die er arbeitet, schreibt er Romane. Das neue Mitglied in seiner Autorengruppe geht ihm im ersten Moment gegen den Strich. Doch Jonas bemerkt rasch, wie viel er mit Gordon gemeinsam hat. Dass er sich zu dem Schotten hingezogen fühlt, bringt ihn jedoch völlig durcheinander. Jonas kann schließlich Liebe sehen und weiß, wen das Schicksal für Gordon vorgesehen hat. Außerdem ist Jonas nicht schwul. Weshalb also lässt er sich zu einem Kuss hinreißen? Und warum will er noch viel mehr von Gordon?


Meine Meinung:
Bücher dieses Genre lese ich äußerst selten, ganz einfach, weil mein Interesse nicht so groß ist. Aber hier bin ich froh, dass ich mal wieder eine Ausnahme gemacht habe.
Nun fällt es mir allerdings schwer eine Rezension zu schreiben, weil ich auf so vieles nicht eingehen kann, was mir gefallen hat. Ich will ja nie etwas vom Inhalt verraten.

Auf jeden Fall bin ich der Meinung, dass Bettina Kiraly ein sehr gutes Buch gelungen ist. Durchaus realistisch und sie hat sich mit einem schwierigen Thema gut auseinander gesetzt.  Ich konnte Jonas bestens verstehen und seine Zwickmühle nachvollziehen. Sehr gut hat mir auch Gefallen, dass sie vieles aus dem Autorenleben vermitteln konnte, sozusagen Insiderwissen.

Das Buchcover passt hervorragend, so stelle ich mir den Blick von Jonas vor, kurz bevor er wieder etwas sieht.

Fazit:
Es lohnt sich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen,  auch dann, wenn Ihr, wie ich nicht zur Fangruppe dieses Genres gehört.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken, dass sie es mir ermöglicht hat, auch mal etwas anderes zu lesen

Sonntag, 1. Oktober 2017

Rezension - Luisa und die Stunde der Kraniche



Autorin: Tania Krätschmar

Titel: Luisa und die Stunde der Kraniche

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 21. August 2017

Seiten: 336

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet



Die Autorin Tania Krätschmar wurde 1960 in Berlin geboren. Nach ihrem Germanistikstudium in Berlin, Florida und New York arbeitete sie als Bookscout in Manhattan. Heute ist sie als Texterin, Übersetzerin, Rezensentin und Autorin tätig. Sie hat einen Sohn und lebt in Berlin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wenn die blaue Stunde naht, ist es Zeit, seine Träume zu leben.
Wenn die Kraniche über die Ostsee fliegen, beginnt die magische Stunde zwischen Tag und Nacht, in der die Zeit ihren eigenen Gesetzen folgt: Das wusste schon Luisas Großvater, der Standuhren sammelte. Seltsam still ist es ohne ihn, findet Luisa Mewelt, als sie die Tür von »Haus Zugvogel« öffnet. Zwei Wochen will die Schmuckdesignerin im Ferienhaus der Familie an der Ostsee allein über den Antrag ihres Freundes Richard nachdenken. Doch alles kommt anders: Ein gewisser Kranichexperte, ebenso unwiderstehlich wie frech, kreuzt ihren Weg. Und immer wieder trifft Luisa die alte Mary, deren Ansichten über das Leben sie seltsam berühren …


Meine Meinung:
Manchmal wird man ja gefragt, warum hast Du Dich für dieses Buch entschieden. Hier würde ich dann sagen, das Buchcover hat mir ausgesprochen gut gefallen, der Titel machte mich neugierig und es kommt noch hinzu, dass ich von der Autorin schon einige Bücher gelesen habe, die mir gefallen haben. So musste ich nicht lange überlegen, ob ich dieses Buch lesen wollte.

Zunächst lernte ich Luisa und Richard in Berlin kennen, beide würde ich jetzt nicht unbedingt in meinen Freundeskreis aufnehmen wollen. Allerdings denke ich, dass Richard mich ebenfalls nicht in seinen Kreis aufnehmen würde. Bei Luisa war ich mir nicht so sicher, obwohl sie mir unwahrscheinlich wankelmütig vorkam. Auf jeden Fall hat es mir gefallen, dass ich Luisa mit nach Zingst begleiten durfte. An einen Ort, wo ich mich wohlfühlen würde und der bei Luisa sehr viele schöne Erinnerungen geweckt hat.

Die Autorin hat mich mit diesem Buch auch besonders neugierig auf diese Gegend gemacht und ich fand es toll, was ich alles über Kraniche erfahren konnte. Ein sehr angenehmer Nebeneffekt zu der Geschichte rund um Luisa. Tja, Luisa, es kommt selten vor, dass ich mich nicht für die Protagonistin begeistern kann. Hier waren mir alle anderen Beteiligten viel sympathischer, was wohl daran lag, dass sie eben auch entschlussfreudiger waren und sich nicht verbogen haben.  Trotzdem habe ich so sehr gehofft, dass Luisa den richtigen Weg einschlägt. Hilfe hatte sie genügend, was ihr allerdings nicht bewusst war, erst als es fast zu spät war, fand sie endlich den richtigen Weg und konnte auch ein Geheimnis lüften.
Mit dem Ende war ich dann auch mehr als zufrieden und hätte gerne noch etwas weiter gelesen.


Fazit:
Wer nach einem stimmungsvollen Buch sucht, was einen in eine wunderschöne Gegend entführt und in dem es auch etwas zum Nachdenken gibt, der wird bestimmt seine Freude daran haben.


Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - In diesem heissen Sommer



Autorin: Eva-Maria Farohi

Titel: In diesem heissen Sommer

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 26. September 2017

Seiten: 346

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autorin Eva-Maria Farohi wurde in Wien geboren. Nach dem Besuch des Konservatoriums arbeitete sie als Schauspielerin und Malerin. 2003 übersiedelte sie nach Mallorca, wo sie sechs Jahre lang lebte. Die Schönheit der Insel, die Erlebnisse, Begegnungen und Freundschaften mit den Mallorquinern, spiegeln sich in ihren Geschichten und Romanen wider. Seit 2009 lebt sie mit ihrem Mann in Österreich.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die junge Kleo hält sich für wenig attraktiv, nicht nur, weil sie nach einem Unfall immer noch gehbehindert ist. Sie beschließt, ein Jahr lang ihren Traum zu leben und im Süden zu malen. Sie mietet sich auf der Finca des Malers Yves Dubois ein. Dieser ist zwar genial, aber auch schwierig und von Kleos Anwesenheit alles andere als begeistert. Dennoch kann er sich Kleos naivem Zauber und ihrer natürlichen Art auf Dauer nicht entziehen. Eine leidenschaftliche Affäre ist die Folge, und Kleo verliebt sich in den faszinierenden Mann. Dann erhält Yves eine neue berufliche Chance und geht fort. Anfangs verzweifelt, wird Kleo zunehmend selbstbewusster und beginnt, auf eigenen Beinen zu stehen. Auch andere Männer bemühen sich um sie: Da sind ihr neuer Mitbewohner Jorge – und der charmante Angel. Doch kann sie Yves vergessen?


Meine Meinung:
Die Autorin hat mich schon öfter nach Mallorca auf eine Finca entführt und so freute ich mich, als ich ihr neuestes Buch lesen konnte. Allerdings war diesmal die Finca nicht so einladend wie bisher und der Bewohner nicht der freundlichste.  Nun, ich war gespannt, wie Kleo damit umgehen würde. Denn sie wollte ein Jahr auf dieser Finca leben und von dem Maler einiges lernen.

Sehr fesselnd hat Eva-Maria Farohi beschrieben, was Kleo dort erlebt. Allerdings war es anfangs für  Kleo etwas schwer, mein Leserherz zu erobern, denn sie kam mit wenig Selbstbewusstsein und etwas Naivität daher.  Aber zu meiner Freude konnte ich miterleben, wie sie sich entwickelt und es auch gesundheitlich immer besser wurde. Insgesamt nahm die Geschichte einen Verlauf, den ich erhofft hatte und mich erfreute.  Um es kurz zu machen, natürlich wurde die Finca wieder toll hergerichtet, der Bewohner wurde mir immer sympathischer und wie erwähnt, aus der gehbehinderten naiven jungen Frau wurde eine flotte selbstbewusste junge Dame. Mehr werde ich aber nicht verraten und wenn jetzt jemand denkt, er wüsste, wie sich alles entwickelt und abläuft, dem sage ich, nein, dem ist nicht so, denn die Autorin hat noch einige Überraschungen eingebaut.

Eva-Maria Farohi hat es geschafft und mich ein weiteres Mal mit ihrem Buch begeistert. Inzwischen kenne ich ja einige Bücher von ihr und es wird mir nicht langweilig, denn ihr fällt immer wieder etwas anderes und neues ein. Diesmal habe ich auch viel mit den Augen eines Malers betrachten können.


Fazit:
Ein sehr schönes Buch, das ich gerne weiterempfehle und zwar allen, die Romantik und schöne Gegenden lieben.

Freitag, 29. September 2017

Autorenlesung - Manfred Nietsch

Die Bücherstube in Düsseldorf-Eller lädt öfter zu Lesungen ein. Heute habe ich die Gelegenheit mal wieder wahr nehmen können und einen für mich bis dahin unbekannten Autor kennen gelernt:






Manfred Nietsch, geboren 1950 in Leipzig, verbrachte seine Schulzeit in Köln und Paris. Nach seinem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf (u. a. bei Joseph Beuys) arbeitete er als Grafiker und Lehrer in der Landeshauptstadt. Er lebt in Düsseldorf und Louveciennes bei Paris.



Im Oktober 2013 ist sein erstes Buch erschienen: Kunstfreunde    Zur Info klicke hier



                               

Im Februar 2017 erschien das zweite Buch: Kunsterben  Zur Info klicke hier


Aus dem zweiten Buch hat Manfred Nietsch einige Seiten vorgelesen und mich natürlich neugierig gemacht.
Es fing sehr dramatisch mit dem ersten Kapitel an, das die Überschrift "Rien ne va plus" hat. Danach folgten weitere Ausschnitte aus dem Buch, unter anderem gab es einen Rückblick in das Jahr 1938.

So etwas finde ich ja immer sehr interessant. Bücher, die in der Gegenwart spielen,  aber für bestimmte Handlungsstränge Ereignisse in der Vergangenheit wichtig waren, die wir Leser natürlich auch im Buch geschildert bekommen. Außerdem lernt frau nie aus, entweder wird Wissen aufgefrischt oder noch erweitert.

Nun, Ihr könnt es Euch sicher denken, ich habe beide Bücher gekauft und sobald ich sie gelesen habe, werde ich natürlich die Rezensionen einstellen.





Beinahe hätte ich wieder vergessen ein Bild zu
machen. Es fiel mir dann mitten drin ein und  ich
habe dann schnell von meinem Platz aus ein
Foto gemacht.

Mit freundlicher Genehmigung des Autors
darf ich das Foto hier einstellen


Manfred Nietsch in der Bücherstube-Eller







Zur Info, ich habe in meinem Bericht einige Links eingebaut. Denn der Autor hat eine sehr interessante Homepage, einfach auf den Namen klicken. Die Bücherstube in Eller präsentiert sich auch mit einigen schönen Bildern. Der Bücherhund hatte heute Abend frei, er wäre wahrscheinlich ganz schön wuschig geworden bei den vielen Leuten, die dort saßen und anschließend Bücher von Autor signieren lassen wollten.

Donnerstag, 28. September 2017

Rezension - Der Duft von Ingwerkeksen



Autorin: Jodi Taylor

Titel: Der Duft von Ingwerkeksen

Genre: Weihnachtsbuch

Version:  eBook

erschienen: 1. August 2017

Seiten: 67

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autorin Jodi Taylor lebt in Gloucester, England. Sie arbeitete viele Jahre in öffentlichen Bibliotheken, bevor sie selbst zu schreiben begann. Ihr zunächst im Self-Publishing herausgebrachtes Debüt belegte wochenlang Spitzenplätze in den Kindle Charts. Auch ihre folgenden Romane, unter anderem die Bücher um die Frogmorton Farm, wurden Publikumsrenner mit begeisterten Rezensionen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Weihnachten steht vor der Tür auf der Frogmorton Farm – doch für Jenny und Russell wird es alles andere als eine besinnliche Zeit. Jenny erwartet ihr erstes Kind, eh eine aufregende Zeit im Leben junger Eltern. Außerdem möchte der örtliche Vikar die eigenwillige Eseldame Marilyn für das Krippenspiel ausleihen. Ob das eine so gute Idee ist? Nicht nur muss Jenny es schaffen, dass Marilyn für ihren großen Weihnachts-Auftritt präsentierbar aussieht (schwierig bei einem Tier mit einer ausgeprägten Abneigung gegen Bäder), nein, sie muss die resolute Eseldame auch irgendwie davon abhalten, die Jesus-Attrappe aus der Krippe aufzufressen. Zu allem Überfluss gerät Russell auch noch in ein Unwetter mitten im Moor – wird er es rechtzeitig zur Geburt schaffen, zu seiner geliebten Jenny zurückzukehren


Meine Meinung:
Bei meiner Suche nach Büchern für die Advents- und Weihnachtszeit habe ich dieses gefunden und auf meinen Reader geladen. Da wusste ich noch nicht, dass zu diesem Kurzroman ein dickes ausführliches Buch gehört. Was allerdings kein Problem sein sollte. Ich kam wunderbar mit den Personen und Gegebenheiten zurecht.
Im Grunde spielt sich die Geschichte in wenigen Tagen im Dezember ab.  Mit viel Humor erzählt die Autorin, was die Beteiligten so erleben, als sie sich auf die Aufführung der Weihnachtsgeschichte vorbereiten. Aber nicht nur humorvoll war die Geschichte, auch sentimental wurde es.
Schnell ist so ein Buch natürlich ausgelesen und es macht Lust mehr über alle zu erfahren.


Fazit:
Lust auf eine kurze Geschichte, die einem Lesevergnügen beschert? Dann empfehle ich das Buch gerne weiter. Leicht und weihnachtlich.

Rezension - Wild auf Weihnachten


Autorin: Sylvia Filz
Autorin: Sigrid Konopatzki

Titel: Wild auf Weihnachten

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 2. November 2016

Seiten: 134

Altersempfehlung: Erwachsene






Die Autorinnen  Sylvia Filz und Sigrid Konopatzki schreiben über sich:
Wir mögen Geschichten, die sich nah am realen Leben orientieren. Unsere Romane haben deshalb als Grundlage immer ein wahres Ereignis, um das wir die Geschehnisse drum herum erfinden, genauso wie die Personen. Es macht uns richtig Spaß, den Figuren eine Existenz mit all ihren Facetten einzuhauchen. Und wenn das Buch an Seiten zulegt, wird es spannend, denn jede von uns entwickelt zu einem dieser fiktiven Menschen eine besondere Zuneigung....


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nach einer mittelschweren Beziehungskatastrophe im Vorjahr möchte Greta von Weihnachten wenig bis gar nichts wissen. Ihre Schwester nimmt sie mit zu einem Junggesellinnen-Abschied. Der endet in einer Karaoke-Bar, wo Greta ausgerechnet zum Singen des Weihnachts-Pop-Klassikers „Last Christmas“ verdonnert wird. Dort lernt sie den forschen Henning kennen – und den schüchternen Mike, der Weihnachten sehr mag …


Meine Meinung:
Das Buch beginnt mit einer Situation, die ich sehr gut nachvollziehen kann, auch mich nervt es, im September schon Weihnachtssachen im Angebot zu sehen
Allerdings mosere ich nicht so rum wie Greta, die eigentlich nur schlecht gelaunt ist, weil ihr Freund sie im vorigen Jahr genau am 24.12. verlassen hat.
Nun könnte sie ein regelrechter Weihnachtsmuffel werden, wenn man sie ließe. Aber zum Glück gibt es da eine liebenswerte Schwester und in beider Leben taucht ein Mann auf. Ich werde hier jetzt nicht den Inhalt nacherzählen, aber jeder kann sich denken, wie sich alles entwickeln wird. Schließlich ist es ein Buch, das man gerne zu Weihnachten oder im Advent liest, also gibt es Romantik und ein Ende mit dem jeder zufrieden ist.
Das Buch lässt sich leicht lesen und ist auch nicht zu langatmig, schließlich könnte ich es fast Kurzroman nennen. Auf jeden Fall hat mich das Buch unterhalten und Weihnachtsstimmung kam auch auf.


Fazit:
Freunde von dünnen Büchern werden es mögen und wenn sie dann auch noch in die Weihnachtszeit eintauchen können, noch mehr.

Montag, 25. September 2017

Rezension - Lebkuchen für den Weihnachtsmann


Autorin: Helen Crystal

Titel: Lebkuchen für den Nikolaus

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook

erschienen: 15. Dezember 2016

Seiten: 177

Altersempfehlung: Erwachsene






Helen Crystal ist die Autorin Elke Bergsma, Jahrgang 1968, ist in Ostfriesland aufgewachsen und hat hier, in der wundervollen Weite der von Windmühlen, Leuchttürmen, Deichen, Schafen und Kühen geprägten Landschaft, auch das Lesen gelernt :) Inspiriert von den Büchern Enid Blytons hat sie schon damals beschlossen, Schriftstellerin zu werden. Gesagt, getan - nur rund 30 Jahre später veröffentlichte sie ihren ersten Roman. Aus Liebe zu ihrer Heimat und deren Bewohnern hat sie sich dazu entschlossen, Ostfrieslandkrimis zu schreiben und macht dies inzwischen hauptberuflich, leidenschaftlich und erfolgreich. Ein Lebenstraum ging in Erfüllung.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Linda ist leidenschaftliche Konditorin und träumt von einem eigenen kleinen Café. Leider aber meinen es weder ihr Portemonnaie noch ihre Bank besonders gut mit ihr. Also schleppt sie sich Tag für Tag ans Fließband der ortsansässigen Lebkuchenfabrik und hofft, dass die Füllung ihrer Sparschweine eines fernen Tages ausreichen wird, sich ihren Traum zu erfüllen. Als sie eines Morgens auf dem Weg zur Arbeit einem Nikolaus namens Samuel ihren Coffee-to-go über den knallroten Mantel schüttet und sich Hals über Kopf in ihn verliebt, hat sie ein weiteres Problem: Es heißt Natascha, hat Modelmaße, Beine bis zum Hals und sieht vermutlich auch gleich nach dem Aufwachen aus wie ein frischer Frühlingsmorgen. Linda beschließt, dass ihr neuer Nachbar Klaus wohl doch die bessere Wahl wäre als der bereits an Natascha vergebene Samuel. Oder?


Meine Meinung:
Auf meiner Suche nach Weihnachtsbüchern fiel mir dieses Cover auf und die Kurzbeschreibung machte mich neugierig auf das Buch.
Als ich dann noch feststellte, dass Elke Bergsma dieses Buch geschrieben hat, war ich ganz gespannt, denn bisher hatte ich von ihr nur Krimis gelesen, die mich allerdings alle begeistert haben.
Schnell fühlte ich mich entführt und hatte den Duft von Lebkuchen und Weihnachtsmarkt in der Nase. Allerdings ging es für Linda nicht ganz so entspannt zu, Ärger mit dem Kater, keinen Kaffee zu Hause, Zusammenstoß mit einem Nikolaus und zu spät kommen und wieder Ärger, diesmal mit der Chefin. Wobei der Zusammenstoß mit dem Nikolaus reichlich Folgen für Linda haben sollte.
Ich möchte hier nicht auf Einzelheiten eingehen, nur erwähnen, dass Herz, Schmerz, Verwicklungen und das weihnachtliche Gefühl nicht zu kurz kamen.
Die Autorin hat eine nette Geschichte geschrieben, wie sie im Advent gern gelesen wird. Vorhersehbar aber mit überraschenden Wendungen, mit sympathischen und weniger netten Beteiligten. Auf jeden Fall hat mir die Geschichte gefallen und ich habe das Buch mal wieder in einem Rutsch durch gelesen.

Fazit:
Elke Bergsma kann nicht "nur" Krimis schreiben, sie sorgt auch in einem anderen Genre für Lesevergnügen. Wer also nach einem leichten Buch zur Adventszeit Ausschau hält, findet hier das richtige.

Sonntag, 24. September 2017

Rezension - Stille Nacht, Herz erwacht



Autorin: Roberta Gregorio

Titel: Stille Nacht, Herz erwacht

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook

erschienen: 26. September 2016

Seiten 96

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks der eBook-Verlag



Die Autorin Roberta Gregorio ist durch und durch ein Kind des Südens. Bayern, wo sie ihre Kindheit und Schulzeit verbracht hat, und Kampanien, wo sie jetzt mit Mann und zwei Söhnen lebt, haben auf ihren Charakter abgefärbt. Sie liebt das Dolce far niente, mischt diese Einstellung aber oft mit deutscher Gewissenhaftigkeit. Ein Kontrast, der sich auch in ihrer Schreibe zeigt. Die Liebe zum geschriebenen Wort hat sie während ihrer Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin entdeckt. Heute träumt sie von einem eigenen kleinen Hotel, in dem sie am liebsten nur Buchschaffende aus aller Welt beherbergen würde.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Nina versteht beim besten Willen nicht, was alle Welt an Weihnachten findet! Was ist so toll an blinkenden Lichtern, den immer gleichen, nervigen Liedern und toten Tannen in den Wohnzimmern? Das einzig Gute in diesem Jahr ist der Job auf dem Weihnachtsmarkt: Und wer hätte gedacht, wie viel psychologisches Geschick beim Glühweinausschank gefragt ist? Denn wider Willen beobachtet Nina, wie der Heiratsantrag eines attraktiven Mittdreißigers von dessen Freundin vor aller Augen abgeschmettert wird. Ein Glühwein wird dem völlig entgeisterten Mann guttun, vielleicht auch zwei … oder drei … Am Ende nimmt Ninas Rettungsaktion eine ganz andere Wendung als gedacht.


Meine Meinung:
Es kommt ja immer wieder vor, dass es Leute gibt, die Weihnachten überhaupt überhaupt nicht mögen. Nina gehört zu ihnen und es fällt ihr nicht leicht, einen Job auf dem Christkindelmarkt anzunehmen. Glühwein soll sie verkaufen. Dabei sieht sie, wie ein Heiratsantrag gemacht und abgelehnt wird. Das diese Ablehnung sich nun auch auf ihr Leben auswirken soll, das hätte sie nie gedacht.
Die Autorin hat eine nette Liebesgeschichte geschrieben, die in der Weihnachtszeit spielt. Wie es bei Büchern in diesem Genre üblich ist, gibt es Verwicklungen und eine gewisse Vorhersehbarkeit. Aber da kommt es eben auch darauf an, was sich die Autorin für das Drumherum einfallen lässt.
Auf jeden Fall fühlte ich mich gut unterhalten, war erfreut, dass sich verschiedene Situationen nicht in die Länge zogen und das Ende auch passte. Und vor allem, ich fühlte die weihnachtliche Stimmung, Glühwein und Schnee, das gibt es hier selten und ich konnte mich im Buch daran erfreuen.

Fazit:
Auch hier gilt, wer keine dicken Bücher lesen möchte, gute Unterhaltung für die Adventszeit sucht, wird hier das richtige finden: eine leichte weihnachtliche Lektüre.


Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Im Herzen bei Dir


Autorin: Charlotte Baumann

Titel: Im Herzen bei Dir

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook

erschienen: 9. Januar 2017

Seiten: 70

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: dotbooks, der eBook-Verlag





Charlotte Baumann ist das Pseudonym der Autorin und Übersetzerin Maria Linke. Die Mutter von zwei Kindern und stolze Großmutter eines Enkels lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Köln.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die zwei Frauen kennen sich eigentlich gar nicht und doch verbindet sie etwas Besonderes, als die schwer kranke Martha ihr Tagebuch Anita gibt. Gerührt liest diese die Lebensaufzeichnungen einer schwer geprüften Frau, vom frühen Verlust der Mutter, von der Kindheit im Heim, von der Lehre im luxuriösen Haus der Familie Althausen … und von einer Liebe, die alles zerstört. Nun liegt es in Anitas Händen, einer Frau, die alles gegeben und alles verloren hat, den letzten Wunsch zu erfüllen.


Meine Meinung:
Auf der Suche nach Büchern, die in der Weihnachtszeit spielen, wurde ich auf dieses Buch aufmerksam gemacht. Eigentlich ist es keine regelrechte Weihnachtsgeschichte, aber Weihnachten spielt eine wichtige Rolle und gerade im Advent liest man ja auch gerne Bücher, die einen ein bisschen sentimental stimmen und das Herz berühren.
So lernen Anita und ich Martha kennen und erfahren, wie bewegend ihr Leben verlaufen ist. Anita ist dann in der Lage einen letzten Wunsch zu erfüllen, was mich sehr gefreut hat.
Ich möchte hier nicht zuviel von dem Inhalt erzählen, nur soviel, dass ich einiges im Leben von Martha nachvollziehen konnte.


Fazit:
Sucht jemand nach einem Buch, das das Herz berührt und nicht zu dick ist. Da kann ich dieses gerne empfehlen.

Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Wann immer ich die Sonne sehe


Autorin: Michelle Schrenk

Titel: Wann immer ich die Sonne sehe

Genre: Roman

Version: eBook

erschienen: 22. September 2017

Seiten: 212

Altersempfehlung: Erwachsene






Die Autorin Michelle Schrenk wurde 1983 in Nürnberg geboren. Schon von klein auf schrieb sie mit Begeisterung Geschichten. Nach dem erfolgreichen Abschluss ihrer Schullaufbahn und ihrer Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation arbeitete sie in einer Nürnberger Werbeagentur und konnte dort ihre Kreativität zunehmend zur Entfaltung kommen lassen. Beflügelt von allem Wundersamen, Geheimnisvollen und Fantasievollen widmete sie sich außerdem immer wieder ihrer großen Leidenschaft: dem Schreiben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Wann immer du die Sonne siehst, bin ich bei dir: Achte auf die Zeichen, dann findest du selbst in der tiefsten Schwärze der Nacht eine helle Sonne
Mia ist sauer auf das Leben, schließlich hat es ihr Kai genommen,ihre große Liebe. Überhaupt glaubt sie weder an Zeichen noch daran, dass die Sonnenkette, die Kai ihr hinterlassen hat, in der dunklen Zeit für sie leuchten kann. In dem Glauben, alles im Leben verloren zu haben, vergräbt sie sich in ihrer Trauer. Doch dann erhält sie einen Brief mit einer Aufgabe, die nicht nur Hannes mit seinen warmen braunen Augen in ihr Leben bringt, sondern alles von Grund auf verändert. Auf der Suche nach der Sonne geschehen einige Wunder. Doch ist Mia wirklich bereit, ihr Herz dafür zu öffnen? Und gibt es im Leben eine zweite Chance auf Glück?


Meine Meinung:
Von Michelle Schrenk habe ich inzwischen einige Bücher gelesen, die mich immer wieder begeistert hatten und deshalb freute ich mich darauf, ihr neuestes Buch zu lesen.
Und ich sollte nicht enttäuscht werden, denn ich hatte ein wunderschönes Buch in der Hand, das für mich sehr emotional war. Das Buch zeigte mir als Leserin, dass man nicht aufgeben soll. Es gibt immer einen Weg aus dem Dunkeln und eine neue Liebe heißt nicht, dass man den verstorbenen Freund vergisst, er bleibt ja im Herzen.

Die Sonne spielt eine wichtige Rolle, dafür hat Kai gesorgt, der Mann verdient meine Hochachtung. Und das Buchcover passt deshalb auch hervorragend zum Inhalt des Buches.
Die Autorin hat mich mit Geschichte ans Buch gefesselt, nicht immer war ich mit Mia einer Meinung, aber das muss ich ja auch nicht. Ansonsten waren mir alle Beteiligten sympathisch und ich wollte unbedingt wissen, wie sich alles entwickelt. Durch den flüssigen Schreibstil war ich dann auch in der Lage, das Buch in einem Rutsch durchzulesen.


Fazit:
Freud und Leid liegen nah beieinander und man kann auch trauern und trotzdem nicht vergessen, zu leben und vor allem zu lieben. Gerne empfehle ich dieses Buch weiter.

Rezension - Sonntags in Trondheim


Autorin: Anne B. Ragde

Titel: Sonntags in Trondheim

Genre: Roman

Version: eBook und broschiert

erschienen: 14. August 2017

Seiten: 352

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: btb




Anne B. Ragde wurde 1957 in Hardanger geboren und lebt heute in Trondheim. Sie ist eine der beliebtesten und erfolgreichsten Autorinnen Norwegens und wurde mehrfach ausgezeichnet. Mit ihrer Serie »Das Lügenhaus«, »Einsiedlerkrebse« und »Hitzewelle« gelang ihr einer der größten norwegischen Bucherfolge aller Zeiten. Die Neshov-Familie eroberte auch in Deutschland die Herzen der Leserinnen und Leser. Nachdem Anne B. Ragde zunächst angekündigt hatte, die Lügenhaus-Serie nicht fortzusetzen, erhielt ihr Verlag 2016 plötzlich ein Manuskript zum vierten Teil. Anne B. Ragde hatte heimlich an der Familiensaga weitergeschrieben.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Blut ist dicker als Wasser. Das lässt sich zwischen Sonntagsbraten und Familienquerelen leicht aus den Augen verlieren. Bei den Neshovs ist das nicht anders. Einst auf einem Schweinezüchterhof in Tondheim zu Hause, lebt die Sippe inzwischen weit verstreut. Margido widmet sich mit fast religiöser Hingabe seinem Bestattungsunternehmen und tröstet sich mit Saunabesuchen über seine Personalprobleme hinweg. Sein Bruder Erlend, ein schwuler Schaufensterdekorateur, ist zwar seit Jahren glücklich in Kopenhagen verheiratet, aber ein wenig hysterisch, was problematisch wird, als sein stark übergewichtiger Lebensgefährte eines Tages zusammenbricht. Torunn wiederum, die Nichte der beiden, vergeudet ihre Zeit mit einem Mann, der Schlittenhunde züchtet – zu denen sie eine bessere Beziehung unterhält als zu ihm. Als Torunn jedoch an einem Sonntagmorgen beschließt, Margido einen Besuch abzustatten, setzt sie damit ganz erstaunliche Entwicklungen in Gang ...


Meine Meinung:
Bei diesem Buch habe ich mal wieder von dem witzigen Cover verführen lassen, außerdem hörte sich die Kurzbeschreibung ganz interessant an. Deshalb landete es auf meinem Stapel zu lesender Bücher.

Was ich da aber noch nicht wusste, dass dieses Buch zu einer ursprünglichen Trilogie gehörte. So zu sagen ein nachgeschobenes viertes Buch. Ich hatte allerdings nicht das Gefühl, die ersten Bücher kennen zu müssen. Die allerwichtigsten Informationen und Familienzusammenhänge konnte ich aus den Umschlagklappen entnehmen, was ich sehr gut fand.
So gewappnet startete ich mit dem Lesen des Buches, weil ich ja wissen wollte, welche Entwicklungen Torunn an einem Sonntagmorgen in Gang setzen sollte, was mir ja in der Kurzbeschreibung angekündigt wurde.

Allerdings musste ich darauf sehr sehr lange warten, bis es endlich soweit war. Ich musste mich durch langatmige Schilderungen kämpfen, die zwar wichtig für das Buch waren, aber kürzer hätte auch gereicht. Zwischenzeitlich hatte ich tatsächlich an einen Abbruch gedacht, aber da hat mal wieder meine Neugierde gesiegt und ich sollte endlich erfahren, was denn Torunn unternimmt.  Als es für mich persönlich interessant wurde, war das Buch dann allerdings zu Ende und es blieben einige Fragen offen.

Nun kann es durchaus an mir liegen, dass mir das Buch nicht gefallen hat, vielleicht hatte ich zu hohe Ansprüche. Vielleicht finden Leser, die alle anderen Bücher ja begeistert gelesen haben sollen, mehr Spaß daran.


Fazit:
Ich kann allen nur raten, informiert Euch bestens, wenn Ihr die anderen Bücher noch nicht kennt, um es besser einschätzen zu können.  Mich konnte das Buch nicht überzeugen, obwohl die Protagonisten sehr interessante Charaktere hatten.

Ich möchte mich beim Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Wie der Wind und das Meer


Autorin: Lilli Beck

Titel: Wie der Wind und das Meer

Genre: Roman

Version: eBook und gebundene Ausgabe

erschienen: 18. September 2017

Seiten: 512

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: blanvalet




Die Autorin Lilli Beck wurde 1950 in Weiden/Oberpfalz geboren und lebt seit vielen Jahren in München. Nach der Schulzeit begann sie eine Ausbildung zur Großhandelskauffrau. 1968 zog sie nach München, wo sie von einer Modelagentin in der damaligen In-Disko Blow up entdeckt wurde. Das war der Beginn eines Lebens wie aus einem Hollywood-Film. Sie arbeitete zehn Jahre lang für Zeitschriften wie Brigitte, Burda-Moden und TWEN. Sie war Pirelli-Kühlerfigur und Covergirl auf der LP Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz von Marius Müller-Westernhagen.


Kurzbeschreibung, übernommen:
München, April 1945. Nach einem verheerenden Fliegerangriff irrt der elfjährige Paul mit einem Koffer durch die Trümmerlandschaft. Auf der Suche nach einem Versteck trifft er auf ein kleines Mädchen. Sie heißt Sarah, hat wie er ihre Familie verloren – und sieht Pauls Schwester verblüffend ähnlich. Um in der verwüsteten Stadt nicht allein zu sein und von den Behörden nicht getrennt zu werden, schließen Paul und Sarah einen Pakt: Von nun an werden sie sich als Geschwister ausgeben. Ihr Plan geht auf. Doch wie hätten sie ahnen können, dass Jahre später ihre Notlüge ihr Verhängnis werden würde – und dass sie sich würden verstecken müssen, um sich lieben zu dürfen …


Meine Meinung:
Eine lebensnotwendige Lüge und deren Folgen. Damit hätten die Kinder niemals gerechnet, als sie sich nach dem Bombenangriff fanden und beschlossen, sich als Geschwister auszugeben.

Lilli Beck erzählt eine Geschichte zweier Kinder, die sich am Ende des Krieges treffen. Sehr realistisch beschreibt sie deren Erlebnisse, die mich sehr berührt haben. Es gab Momente, da hatte ich Tränen in den Augen und dann wieder war ich richtig wütend auf Gesetze, Entscheidungen und das unchristliche Verhalten. Ich habe mit den Kindern gelitten und konnte auch später ihre Zwickmühle verstehen, in der sie steckten. Man merkt, ich hatte die beiden in mein Leserherz geschlossen und das Buch mit ihrer Geschichte verschlungen. So sehr habe ich mir gewünscht, dass sie doch irgendwie zueinander kommen können.

Der Autorin ist es neben der Lebensgeschichte der beiden auch wunderbar gelungen, mir vieles über den Alltag der Zeit nach dem Krieg zu vermitteln. Was ich sehr interessant fand. Die späteren Jahre, so in den 60ern habe ich ja als Kind selber erlebt. Aber da waren Paul und Sarah ja bereits erwachsen und haben ganz andere Erfahrungen gemacht.
Die Geschichte beginnt 1945 und endet 1990, wie sie endete verrate ich hier natürlich nicht, allerdings hatte ich ein paar Tränen in den Augen, vor Rührung.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut und zeigt auch einen gewissen Zusammenhang zu einem anderen Buch der Autorin "Glück und Glas" , mit dem sie ebenfalls ein ernsteres Thema aufgreift und sich sehr von ihren anderen Büchern unterscheidet.


Fazit:
Ein unterhaltsames, bewegendes Buch, dass ich gerne weiterempfehle. Deutsche Geschichte, Schicksal und Liebe, alles wurde bestens miteinander verknüpft.

Bei dem Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.