Samstag, 20. Januar 2018

Blogtour Nelkenliebe - Autoreninterview




Liebe Leser,

schön, dass Ihr den Weg hierhin gefunden habt. Gestern hat Euch Doreen auf ihrer Blogseite  das Buch vorgestellt.

Heute möchte ich Euch die Autorin vorstellen:

Anja Saskia Beyer




Liebe Anja,
ich freue mich, dass Du bereit bist und mir ein paar Fragen beantwortest.

Liebe Ulla, ich freue mich auch sehr!

Dann starte ich auch gleich mal mit der ersten
Frage: Manche Kinder haben schon Vorstellungen, was sie mal beruflich machen möchten. Ich habe in meinem Kinderzimmer immer gerne ein „Büro“ aufgebaut. Wie war es bei Dir?

Antwort: Ich habe als Kind mit meiner Schwester sehr viel mit Puppen gespielt, tagelang. Wir haben uns tolle Geschichten mit verschiedenen Figuren ausgedacht und sind vollkommen abgetaucht in unsere Phantasiewelt. Die Vorstellung, später im Job stundenlang an einem Computer zu sitzen fand ich sehr lange sehr gruselig.  Und heute sitze ich genau da, sehr viele Stunden, aber das Tolle ist, ich kann dabei in verschiedene Länder reisen, romantische und spannende Dinge erleben, viele verschiedene Menschen kennenlernen, die ich auch noch selbst erfinden kann.



Frage: Nun warst Du ja zunächst Drehbuchautorin, wann kam die Idee, mal ein Buch zu schreiben?

Antwort: Ich schreibe und arbeite ja schon seit 1996 für das Fernsehen, erst bei der Fernsehserie „Unter Uns“ als Storylinerin, anschließend wurde ich Dramaturgin bei der „Lindenstraße“ und so ging es weiter. 2012 habe ich dann nach vermutlich über 200 Drehbüchern ein Fernsehfilmexposé entwickelt, dass sich gut als Frauenroman eignete. Ich beschloss, einen Roman aus dem Stoff zu schreiben. Es entstand mein Debütroman „Himbeersommer“, der auch gleich Ebook-Bestseller wurde. Ich war ziemlich verblüfft, hatte große Lust, auch weiter Romane zu schreiben, weil man da viel freier ist als beim Drehbuch. Ein Roman erschien bei Knaur („Liebes Herz“), zwei weitere im Selfpublishing („Liebe Dich – immer“ und „Liebe Dich – ewig“) und drei weitere im Verlag „Tinte und Feder“ („Mandelblütenliebe“, der Top 1 Kindle-Bestseller und BILD-Bestseller wurde und euch nach Mallorca entführt, „Erdbeeren im Sommer“, auch Kindle- und BILD-Bestseller, spielt in Süditalien, und am 27.12.17 erschien „Nelkenliebe“, der in Portugal spielt, auch in den 70er Jahren. Das Eintauchen auch in historische Zeiten macht mir gerade großen Spaß. Am achten Roman arbeite ich gerade und ihr könnt euch auf Südfrankreich, die Provence, freuen.



Frage: Ideen fliegen einem manchmal zu oder es gibt Situationen, über die man gerne schreiben möchte. Wie ist es bei Dir? Woher kommen Deine Ideen?

Antwort: Sie fliegen, sie schwirren, ich erlebe sie, höre ein Stichwort und denke es weiter. Das ist sehr unterschiedlich. Meist läuft gleich ein kleiner Film vor meinem geistigen Auge ab, meine Romane sind alle gut verfilmbar. Oft recherchiere ich auch, weil ich ein Thema spannend finde, und komme so auf tolle weitere Ideen.



Frage: Ein Leser kann sich nicht immer vorstellen, wie so ein Autorentag aussieht. Hast Du bestimmte Zeiten, zu denen Du Dich an Deinen PC setzt oder läuft es so ab, wenn eine Idee da ist, wird erbarmungslos geschrieben? Du hast ja auch eine Familie, wie klappt das mit dem Alltag.

Antwort: Da ich Kinder habe, werde ich gezwungen, sehr früh aufzustehen, da sie in die Schule müssen. Es ist so gar nicht meine Zeit, aber deshalb bin ich zum Glück recht effektiv. Ich sitze spätestens ab 9 Uhr in meinem Büro und schreibe. Vormittags ist die beste Schreibzeit für mich. Dann mache ich Mittagspause, treffe da oft Freundinnen oder Kolleginnen oder geh einfach einkaufen, spazieren oder shoppen.  Nachmittags schreibe ich noch etwas weiter, je nachdem wie die Jungs verabredet sind oder was sonst so passiert. Wenn Abgabetermine anstehen, muss schon auch mal das Wochenende dran glauben. Aber die Zeit mit meiner Familie nehme ich mir dann auch, das ist mir sehr wichtig.



Frage: Wie sieht Dein Arbeitsplatz aus? Hast Du ein eigenes Zimmer und kannst Dich dort zurückziehen? Manchmal stelle ich es mir so vor, dass es eine Pinnwand mit ganz vielen Zetteln gibt.

Antwort: Ich habe ein eigenes Büro mit einer großen Bücherwand, aber ohne Pinnwand, da muss ich Dich enttäuschen. Die fiktiven Zettel gibt es, aber sie befinden sich in meinem Computer. Hier schreibe ich auf, wenn ich Ideen habe oder eine Geschichte plotte. Nachmittags schreibe ich am liebsten auf der Couch oder im Sommer im Garten oder auf der Dachterrasse.



Frage: Nun habe ich Dich inzwischen mehrmals auf Messen getroffen und wir konnten uns unterhalten. Wie sieht denn sonst Dein Kontakt zu Lesern aus?

Antwort: Die Messen sind toll, da man Leser aus allen möglichen Städten treffen kann. Ich freue mich immer sehr, wenn Leser kommen. Manche bringen auch extra ein Buch von mir zur Buchmesse mit, um es signieren zu lassen, das beeindruckt mich jedes Mal. Ansonsten freue ich mich über Kontakt auf Facebook, Instagram oder über einen Eintrag in meinen Newsletter auf meiner Homepage. www.Anja-Saskia-Beyer.com



Frage: Manche Autorinnen veranstalten Lesungen, machst Du das auch?

Antwort: Ich hatte schon mehrere Lesungen auf den Buchmessen in Frankfurt und Leipzig, auch in einer Buchhandlung. Es können gerne mehr Lesungen werden, denn auch da ist der Kontakt zum Leser ja immer sehr schön.



Frage: Möchtest Du von Deiner Seite aus uns Lesern gerne noch etwas mitteilen?

Antwort: Ohne euch und euer Feedback wäre der Job viel weniger schön. Ich freue mich immer riesig, wenn euch ein Buch gefallen hat und ihr mir das auch sagt, schreibt, oder in einer netten Rezension verpackt.



Frage: Noch ein Gedanke, kannst Du Dir vorstellen auch mal einen Krimi oder in einem anderen Genre zu schreiben?

Antwort: Da ich erst kürzlich ein Krimi-Serienkonzept für die ARD überarbeitet habe, das sehr gut ankam, kann ich es mir inzwischen vorstellen, mal einen Krimi zu schreiben. Fantasy ist mir zu fremd. Auf einen rein historischen Roman habe ich auch sehr große Lust. Das Schöne am Schreiben ist ja, dass einem die Welt offen steht.



Frage: Dein Buch "Nelkenliebe" ist ja beim Verlag Tinte & Feder erschienen, möchtest Du dazu noch etwas sagen?

Antwort: Die Zusammenarbeit mit meinem Verlag Tinte & Feder ist toll. Ich darf beim Cover mitreden, Autoren werden da sehr gewertschätzt, ich bekomme auf den Buchmessen Veranstaltungen und Lesungen und auch das restliche Marketing ist klasse.



Liebe Anja, ich bedanke mich für dieses Interview und wünsche Dir weiterhin viel Erfolg mit Deinen Büchern und mögen Dir die Ideen nicht ausgehen.

Ich bedanke mich auch ganz herzlich, liebe Ulla


Übrigens, wer mehr über die Autorin erfahren oder sogar Kontakt aufnehmen möchte, kann dies auf den  Seiten bei Facebook oder Instagram.

Facebook: https://www.facebook.com/AnjaSaskiaBeyer

Instagram: https://www.instagram.com/AnjaSaskiaBeyer/



Morgen macht die Blogtour Station bei Katja mit dem Thema

Rezepte: Kochen wie in Portugal


Last, but not least

Anja Saskia Beyer stellt freundlicherweise ein signiertes Buch zur Verfügung und es wird unter allen verlost, die uns auf eine der Seiten, die mit der Blogtour zu tun haben, eine Frage beantwortet. Ausgelost wird am 24.1.2018. Dies ist eine rein private Sache und es besteht kein Rechtsanspruch, eine Barauszahlung ist nicht möglich.

Die Frage lautet:

Was verbindest Du mit Portugal?




Ich selber war noch nie in Portugal, aber diese Bilder Impressionen von Portugal haben mich neugierig gemacht. Die Bilder haben uns freundlicherweise Freunde der Autorin zur Verfügung gestellt




Freitag, 19. Januar 2018

Rezension - Die Tochter der Toskana


Autorin: Karin Seemayer

Titel: Die Tochter der Toskana

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 19. Januar 2018

Seiten: 400

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Aufbau Taschenbuch




Über die Autorin:
Karin Seemayer wurde 1959 in Reutlingen geboren, lebte von 1960 bis 1993 in Frankfurt und seitdem im Taunus. Mit acht Jahren schrieb sie ihre ersten Tiergeschichten auf die Rückseite gebrauchter Telex-Rollen, die ihre Mutter aus dem Büro mitbrachte, da ihr der Papierverbrauch ihrer Tochter zu hoch war. Es folgten Wildwestgeschichten, dann Science-Fiction, und später, als Teenager, schrieb sie Liebesgeschichten. Anfang zwanzig packte sie das Fernweh. Sie machte eine Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau und war die nächsten Jahre beruflich und privat viel unterwegs. Viele ihrer Romanideen sind auf diesen Reisen entstanden. Die Umsetzung der Ideen musste jedoch warten, bis ihre drei Kinder erwachsen waren.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Wege der Freiheit. In der Toskana, 1832: Antonellas Traum ist es, zu kochen und Wein anzubauen, doch sie soll den reichen Sohn des Müllers heiraten. Voller Verzweiflung bricht sie aus der Enge ihres kleinen Dorfes in den Apuanischen Alpen aus und flieht nach Genua. Die Reise ist gefährlich, denn Italien gleicht einem Pulverfass. Überall regt sich erbitterter Widerstand gegen die Herrschaft der Habsburger. Daher ist Antonella froh, als sie Marco trifft, der ihr Geleit anbietet. Was aber verheimlicht er ihr? Und wieso fühlt sie sich trotzdem so zu ihm hingezogen? Als sein Geheimnis offenbart wird, muss sie allen Mut aufbringen, um sein Leben zu retten... Die Geschichte einer starken Frau zur Zeit der italienischen Freiheitskämpfe.


Meine Meinung:
Von der Autorin habe ich bereits zwei Bücher mit Begeisterung gelesen und nachdem ich im Dezember das Buch "Die Tochter der Toskana - Wie alles begann" gelesen hatte, freute ich mich wirklich darauf, ihr neues Buch zu lesen.

Und Karin Seemayer hat es wieder geschafft. Von Anfang an hat sie mich an das Buch gefesselt und die Spannung wurde im Laufe der Geschichte immer größer. Ich habe die ganze Zeit gebibbert und gehofft, dass Antonella und Marco es im Winter über die Berge bis nach Genua schaffen. Denn neben der Schneestürme war es auch sonst unterwegs ganz schön gefährlich. In Italien war einiges los. Das Land war gespalten, beziehungsweise die Meinungen in der Bevölkerung zur adeligen Herrschaft. So ganz nebenbei habe ich dann also erfahren, was sich um 1832 im Land so alles tat. Ich finde es immer sehr interessant, neben einer persönlichen Geschichte etwas über die Geschehnisse  zu erfahren und die Gegend kennen zu lernen.

Hatte ich erwähnt, dass ich hoffte und bibberte, ob die beiden ihr Ziel wohl erreichten? Nun, ich will nicht zu viel vom Inhalt verraten, aber ihr Abenteuer war mit der Ankunft in Genua noch nicht vorbei. Mein Leserherz kam nicht zur Ruhe. Außerdem wusste ich nicht, was sich die Autorin alles hat einfallen lassen, denn viele mögen ein dramatisches Ende und ich war richtig froh, dass Karin Seemayer ein Ende gewählt hat, was mir sehr gut gefallen hat

Die beiden Protagonisten habe ich in mein Leserherz geschlossen. Antonella hat sich während der Reise sehr verändert. Aus einem Mädel, das sehr behütet aufwuchs und vieles hinnahm, was von den Eltern oder dem Pastor gesagt wurde, entwickelte sich eine wissbegierige junge Frau. Aber auch Marco veränderte sich, was ich sehr interessant fand und auch etwas geheimnisvoll.


Fazit:
Gerne empfehle ich dieses Buch weiter, was so vieles miteinander verknüpft. Es gibt Abenteuer, aber auch den ganz normalen Alltag. Vertrauen und Zusammenhalt spielen eine wichtige Rolle und nicht zuletzt die Liebe. Gefallen hat  mir auch das Nachwort mit weiteren Erklärungen zur italienischen Geschichte.
Und nun hoffe ich, dass es vielleicht eine Fortsetzung geben wird, zumindest lässt das Ende ein weiteres Buch zu.

Ich möchte mich vielmals bei der Autorin, dem Verlag und NetGalley bedanken, dass ich das Buch vorab lesen durfte

Rezension - Trümmerfeld


Autorin: Isabel Aigen

Titel: Trümmerfeld

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 18. Januar 2018

Seiten: 247

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Montagu




auf ihrer Homepage schreibt die Autorin 
ÜBER MICH ... UND ÜBER MEINE KRIMIS UND THRILLER
Schon im Alter von 11 Jahren schwor ich einem Kärtner See, Schriftstellerin zu werden. Was der See ganz akzeptabel fand, stellte sich außerhalb des Wassers als utopisch heraus. Denn seit den Zeiten von Hermann Hesse hat sich rein gar nichts geändert: „Ein Dichter zu sein, galt für eine Ehre. Ein Dichter zu werden aber, das war unmöglich ...“ Über meinen Erstling schrieb ein Suhrkamp-Lektor: „Dieses Manuskript zeugt von einer Sprachfertigkeit und erzählerischer Gestaltungsfähigkeit, die ich bemerkenswert finde“. Nachdem es im deutschen Sprachraum für Schriftsteller nichts zu studieren gibt, habe ich meinen Schreibstil in Eigenregie weiterentwickelt: Heute ist er psychologisch genau und szenisch rasant (mein Lehrmeister: moderne amerikanische Krimiserien). Kein Wort ist zu viel. Und hoffentlich keines zu wenig ... Konsequent bleibe ich in der personalen Erzählperspektive – die Handlung entwickelt sich anhand von dem, was die Protagonisten wahrnehmen. Die Spannung entsteht aus der Realität.


Kurzbeschreibung, übernommen:
HUSUM: Die blutige Stadt am Meer!
Die erste Leiche schwimmt im Schlossgraben. Die zweite wartet im Haus von Theodor Storm auf den morgendlichen Besucherstrom. Die dritte treibt im Tine-Brunnen…
Die Husumer Kommissare Sebastian Kerner und Henrik Ketelsen jagen einen Mörder, der aus den Wahrzeichen der Stadt Husum Tatorte macht. Richtet er die Menschen hin? Was haben die Toten verbrochen?
Solange Sebastian nicht lernt, die Zeichen zu lesen, wird das Morden weiter gehen…


Meine Meinung:
Nachdem ich im vergangenen Jahr den  Krimi "Pest und Cholera" von Isabel Aigen gelesen hatte, musste ich nicht lange überlegen, ob ich auch den zweiten Band lesen wollte.
Jetzt weiß ich, es war eine gute Entscheidung, denn der Krimi war auch diesmal wieder sehr spannend geschrieben. Außerdem mag ich es, wenn ich nicht nur über die Auflösung eines Falles lese, sondern auch Privates der Ermittler eine Rolle spielt.

Auf jeden Fall hat mir die Autorin wieder reichlich Lesespaß bereitet. Sie hat  einiges so  geschickt geschrieben, dass ich sogar eine Person in Verdacht hatte, die eigentlich über jeden Verdacht erhaben sein sollte. Sie hat mir und den beiden Ermittlern so viele Spuren angeboten, die anscheinend ins Nichts führten und doch sehr wichtig waren. Außerdem hat sie sich nicht gescheut, ein Thema zum Mittelpunkt zu machen, was leider immer wieder verschwiegen wird. Nun, ich schreibe in Rätseln? Das mag daran liegen, dass ich vom Inhalt wie immer nichts verraten will, jeder soll das selber lesen.

Das Buchcover gefällt mir sehr gut, es sieht ziemlich blutrünstig aus, oder?


Fazit:
Spannung wird reichlich geboten, es gibt Situationen, die nachdenklich machen und ich wurde als Leserin gut unterhalten. Es war schwer, das Buch mal zur Seite zu legen. Gerne empfehle ich es weiter.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken, sie hat mich auf das Buch aufmerksam gemacht.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Rezension - Von Mistgabeln und Moorleichen


Autorin: Cecily von Hundt

Titel: Von Mistgabeln und Moorleichen

Genre: Krimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Januar 2018

Seiten: 160

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Midnight 




Die Autorin Cecily von Hundt, geboren 1974 in Düsseldorf, studierte Bibliothekswesen in Potsdam und arbeitete als freie Journalistin für BILD Berlin und die Süddeutsche Zeitung. 2004 eröffnete sie in Berlin Mitte den Buchladen Hundt, Hammer Stein. Sie lebt heute mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern in der Nähe von München.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Eigentlich war es Lories Idee, mit Mann und Tochter aus der Großstadt München in ein hübsches Haus auf dem Land zu ziehen. Doch in ihrem neuen Heim stinkt es auffallend häufig nach Kuhmist, weil der Bauer von Nebenan zu unchristlichen Zeiten seinen Acker düngt. Und dann wird auch noch ihre Tochter in der Schule beim Marihuana Rauchen erwischt. Einziger Lichtblick ist Lories Job bei der regionalen Zeitung. Hier kann sie ihre Leidenschaft für Kriminalfälle ausleben. Als eine Leiche im Moor gefunden wird, ist sie Feuer und Flamme. Beherzt stürzt sie sich in die Recherchen und ahnt nicht, in welche Gefahr sie sich dabei begibt …


Meine Meinung:
Hier hatte ich mal wieder ein Buch, das ich lesen wollte, weil mir das Cover so gut gefallen und der Titel mich neugierig gemacht hat.
Deshalb lernte ich Lorie Pfeffer kennen, sie ist mit Mann und Tochter aufs Land gezogen und statt frischer Luft und Ruhe, ärgert sie sich über den Bauern, der viel zu oft seine Acker düngt. Außerdem hat sie auch nicht viel Freude an ihrer Nachbarin und den anderen Frauen, alle nerven sie so richtig. Das kann ich sehr gut verstehen, denn die Autorin hat es wunderbar verstanden alle mit sehr interessanten Charakteren zu versehen.
Lorie flüchtet dann auch lieber in ihre Bücherwelt und genießt ihre Krimis mit der geliebten Schokolade. Rein zufällig hört sie von einem Mord und genauso zufällig bekommt sie dadurch einen Job bei der Regionalzeitung. Soweit ist ja alles sehr interessant, aber bis dahin hatte ich nicht das Gefühl, das ich einen Krimi lese, in dem Lorie ermittelt.
Langweilig war mir aber trotzdem nicht, denn Cecily von Hundt  hat mich an den Taten des Mörders teilhaben lassen. Sie hat es bestens verstanden, mich mit Opfer und Täter bekannt zu machen.
Allerdings hätte ich mir gewünscht, etwas mehr von Lorie zu lesen. Das Ende kam für mich dann doch etwa zu schnell. Aber ich gehe mal davon aus, dass es bei dem nächsten Fall anders sein wird.

Fazit:
Humorvolle Schilderungen und  spannende Situationen gab es durchaus in diesem Buch. Gelangweilt habe ich mich nicht und ich bin wirklich gespannt, wie sich alles weiter entwickeln wird.

Beim Verlag und bei NetGalleyDE möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Sonntag, 14. Januar 2018

Rezension - Ebbe und Glut


Autorin: Katharina Burkhardt

Titel: Ebbe und Glut

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: als eBook 20. Mai 2014
                   als Taschenbuch 18. September 2017

Seiten: 420

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: BoD Books on Demand



Die Autorin Katharina Burkhardt wurde 1967 in Freiburg geboren und wuchs in Bielefeld auf. Schon als Kind träumte sie sich in die Geschichten hinein, die in ihrem Kopf entstanden. Aber es dauerte noch viele Jahre, bis sie sich ernsthaft der Schreiberei widmete. Zunächst studierte sie Angewandte Kulturwissenschaften und arbeitete als Medienpädagogin. Nebenher entstanden Kurzgeschichten, Blogtexte und schließlich der erste Roman. Heute lebt Katharina Burkhardt mitten in Hamburg und arbeitet als Lektorin, Schreibcoach und Autorin. Ihre Geschichten erzählen von eigensinnigen Frauen und ihrer Suche nach dem kleinen und großen Glück. Sie sind anrührend, witzig, sinnlich, gelegentlich abgründig und auch mal tieftraurig - wie das Leben halt so ist.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Mias Leben steckt fest. Erst ist ihr Mann weg, dann der Job. Und das alles kurz vor ihrem 40. Geburtstag. Doch dann stößt sie in einem Magazin auf eine Kontaktanzeige. Da sucht ein Mann gegen Geld eine Frau für sexuelle Dienste. Mia ist schockiert. Und dennoch ist diese Anzeige seit Langem das Einzige, wofür sie sich begeistern kann.

Arthur ist ein Ekel. Arrogant, kalt und herablassend. Mia mag diesen widerlichen Anzugträger nicht. Gleichzeitig ist sie von seiner Ausstrahlung fasziniert. Als Mia sich auf Arthur einlässt, gerät ihr ganzes Leben in Bewegung.


Meine Meinung:
Das Buch schlummerte schon eine ganze Weile auf meinem Reader und irgendwie hatte ich es nicht mehr auf meinem Leseplan. Dann lernte ich auf der Frankfurter Buchmesse die sehr sympathische Autorin kennen und ich wurde neugierig auf ihre Bücher. Als erstes kam jetzt endlich dieses Buch dran.
Ich lese gerne Bücher, wo die Protagonistin etwas älter ist und ich ihr Verhalten besser nachvollziehen kann. Allerdings hat mich Mia hier direkt verblüfft, denn sie meldete sich auf eine sehr ungewöhnliche Anzeige. Und ich musste mich entscheiden, will ich das wirklich lesen oder warte ich ab, wie sich alles entwickelt und vielleicht ist es ja doch nicht so, wie es zuerst den Anschein hat. Zu meiner Lesefreude habe ich nicht abgebrochen, sondern weiter gelesen und lernte nach und nach viele interessante Personen kennen. Die Autorin hat sich für die meisten besondere Charaktere und Lebensgeschichten einfallen lassen.
Wie immer möchte ich nicht näher auf die Geschichte eingehen und nichts vom Inhalt verraten. Auf jeden Fall hat mich Katharina Burkhardt an ihr Buch gefesselt. Ich durfte verschiedene Höhen und Tiefen miterleben, schließlich habe ich Mia ein paar Jahre ihres Lebens begleiten dürfen. Es gab einige Überraschungen, nicht nur für mich, auch für Mia. Und zu gerne hätte ich am Ende noch ein bisschen weiter gelesen.
Der Buchtitel passt zum Inhalt des Buches und das Cover ebenfalls. Die Geschichte spielt in Hamburg und ich freute mich mit diesem Buch mal wieder in der Stadt zu sein und hatte auch alle Örtlichkeiten wunderbar vor Augen.

Fazit:
Das war mal wieder ein Buch, das mich überrascht und sehr viel Lesevergnügen beschert hat. Ich kann nur sagen, lasst Euch darauf ein.

Rezension - Der Sommer des Raben


Autorin: Monika Detering

Titel: Der Sommer des Raben

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 14. Dezember 2017

Seiten: 200

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: edition oberkassel




Die Autorin Monika Detering wollte Schiffsjunge, Malerin oder Schriftstellerin werden. Die letzeren Wünsche waren den Eltern zu unseriös (vom ersten ahnte niemand etwas). Auf dem Weg (für immer) nach Paris meckerte das Leben dazwischen. Sie arbeitete viele Jahre als Puppenkünstlerin mit zahlreichen Ausstellungen im In-und Ausland (z.B. Washington, Philadelphia und New York). Durch lange Aufenthalte an der Nordsee ist das Meer ihr Sehnsuchtsort geworden. Sie war als freie Journalistin tätig und entschied sich später ganz für das belletristische Schreiben. Sie lebt mit ihrem Mann in Bielefeld.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Siri, Agentin für Puppenexponate, fühlt sich für den Tod ihres Freundes Felix verantwortlich. Um sich von vermeintlicher Schuld zu befreien, will sie ihm posthum einen großen Wunsch erfüllen und die Rabenmarionette Havran finden. In Prag erzählt ihr der Puppenbauer Pavel, dass diese Figur aus der weltberühmten Marionettenwerkstatt Spejbl & Hurvínek stammen soll. Eine verhängnisvolle Affäre auf Hiddensee lässt Siri erneut nachforschen. Die Spuren des Raben führen bis in die 1930er Jahre und dramatische Umstände ziehen sie in die Ereignisse einer düsteren Vergangenheit hinein.


Meine Meinung:
Bis ich wusste, was es mit dem Buchtitel auf sich hatte, lernte ich zunächst Siri und die Eltern ihres verstorbenen Freundes Felix kennen. Denn sehr ausführlich wurde über die drei Personen und deren Verhalten geschrieben und ich musste schon geduldig sein, bis es zu den, in meinen Augen, wesentlichen Aspekten kam.
Siri möchte einen letzten Wunsch ihres verstorbenen Freundes erfüllen und macht sich an die Arbeit, eine Rabenmarionette zu finden. Schließlich gibt es einen besonderen Grund, weshalb sie nach der Marionette sucht. Den sollte ich später ebenso erfahren, wie noch vieles andere. Begeistert haben mich dabei ganz besonders die Beschreibungen von Prag.
Natürlich werde ich hier nicht verraten, was Siri alles erlebt und ob sie die Marionette gefunden hat. Auf jeden Fall war die Zeit mit ihr sehr interessant und auch etwas aufregend.


Fazit:
Für mich war es mal ein etwas anderes, viel sogar ungewöhnlicheres Buch, als ich es sonst immer lese. Aber trotzdem hat es mich fesseln können.

Beim Verlag möchte ich mich vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Klea und der Ruf der Freiheit



Autorin: Sibylle Baillon

Titel: Klea und der Ruf der Freiheit

Genre: Historisch

Version: eBook

erschienen: 8. Dezember 2017

Seiten: 256

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: neobooks



Sibylle Baillon wurde 1966 in Frankfurt am Main geboren und lebt heute mit ihren zwei Söhnen an der Côte d’Azur. 2006 machte sie sich in Frankreich selbstständig und bildet seither Imageberater und Life-Coachs aus. Seit sie mit sieben Jahren ihren ersten historischen Roman verschlungen hat, ist sie fasziniert von Geschichten vergangener Epochen – als Leserin wie auch als Autorin.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Olbia, Mittelmeer, 121 v.Chr « Eine Frau - ein Kampf!
Klea lebt in der griechischen Kolonie Olbia am Mittelmeer, in einer Welt, in der Frauen nicht viel zu sagen haben.
Von ihrer Tante gehasst - weil sie sich nicht den Sitten fügen will - und in einer hoffnungslosen Liebe gefangen, soll Klea gezwungen werden einen Mann zu heiraten, den sie verabscheut.
Als sie dann auch noch die Wahrheit über ihre wirkliche Herkunft entdeckt, gerät ihr bisheriges Leben völlig aus den Fugen.
Nur ein Ziel bleibt für das Mädchen noch erstrebenswert: ihre Freiheit! »


Meine Meinung:
Ich lese ja sehr gerne historische Bücher, wobei es äußerst selten vorkommt, dass die Geschichten an einem so frühen Zeitpunkt angesiedelt sind. 121 v. Ch. schon damals gab es sehr selbstbewusste Frauen und sie hatten es natürlich nicht leicht.
Klea, die Protagonistin dieses Buches lebt mit ihrer Familie in Olbia, in einer griechischen Kolonie und könnte eigentlich glücklich sein, wenn da nicht ihre Tante wäre, wenn ihr Vater sie nicht verheiraten wollte, wenn....., nein, ich werde hier nicht ihre ganzen Probleme aufzählen.
Fest steht auf jeden Fall, dass Klea es doppelt schwer hat. Sie muss sich durchsetzen gegen die Geflogenheiten der damaligen Zeit und gegen das Schicksal.
Mit diesem Buch startet die Autorin eine sicherlich sehr abenteuerliche Serie in der Klea einiges erleben wird.

Fazit:
Wer gerne Bücher mit und über selbstbewusste Frauen liest, wird sicher an diesem Gefallen finden. Es ist sehr interessant und fesselnd, außerdem gibt es nebenbei etwas geschichtliches zu erfahren.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken, denn durch sie wurde ich auf dieses Buch aufmerksam.