Mittwoch, 13. Dezember 2017

Rezension - Amore Mortale


Autorin: Beate Boeker

Titel: Amore Mortale 

Genre: Krimi, Weihnachtsbuch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 24. Oktober 2017

Seiten: 280

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Midnight by Ullstein




Beate Boeker, geboren 1969, ist neben ihrem Beruf als Autorin Betriebswirtin mit internationalem Schwerpunkt, arbeitet im Marketing und lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Deutschland. Der erste Roman der USA Today Bestseller-Autorin wurde 2008 vom Verlag Avalon Books in New York veröffentlicht. Heute ist eine große Auswahl ihrer romantischen Komödien, Krimis und Kurzgeschichten auf Englisch verfügbar. Ihre Bücher wurden für viele Auszeichnungen nominiert, z.B. den Golden Quill Contest, den National Readers' Choice Award und den Best Indie Books. Obwohl sie Deutsche ist, entschied sie sich, zunächst nur auf Englisch zu schreiben, weil sie in den USA mehr Hilfe bei der Entwicklung ihrer schriftstellerischen Fähigkeiten fand. Jetzt übersetzt sie ihre Bücher auch ins Deutsche.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Das Weihnachtsfest rückt mit großen Schritten näher und Carlina hat in ihrem Lingeriegeschäft Temptation in Florenz alle Hände voll zu tun. Auch ihr bester Kunde, der Casanova Trevor Accanto, ist wie jedes Jahr wieder in der Stadt und kauft Dessous für seine neueste Affäre. Als Carlina erfährt, dass seine diesjährige Auserwählte ihre Cousine Annalisa ist, warnt sie Annalisa vor dem Herzensbrecher. Kurz darauf wird Trevor tot aufgefunden – offenbar wurde er mit einer Strumpfhose aus Carlinas Laden erwürgt. Das ruft den attraktiven Commissario Garini auf den Plan. Während Carlina verzweifelt versucht, den Mörder zu finden und ihre Cousine zu entlasten, muss sie nun auch noch ihren Gefühlen für den charmanten Commissario widerstehen …


Meine Meinung:
Bei meiner Suche nach Büchern, die im Winter zur Weihnachtszeit spielen, wurde ich auf dieses aufmerksam und ich dachte, dass ich es durchaus in meine Sammlung aufnehmen kann, denn ein Weihnachtskrimi hat doch was!
Für mich war es das erste Buch der Autorin und so lernte ich die beiden Protagonisten Carlina und Stefano auch erst jetzt kennen. Ich stellte allerdings fest, dass ich schnell in die Geschichte reinfand und es kein Problem war, den ersten Fall, in dem die beiden miteinander zu tun hatten, nicht zu kennen.
Carlina steckt im Vorweihnachtsstress und hat in ihrem Geschäft reichlich zu tun. Stefano wollte eigentlich die Gelegenheit nutzen und mit Carlina mehr Zeit verbringen, damit sie sich besser kennen lernen und evtl auch etwas näher kommen können. Allerdings macht ein Toter ihnen ein Strich durch die Rechnung. Er war Kunde bei Carlina und Stefano muss den Fall übernehmen. Erschwerend kommt hinzu, dass die Familie von Carlina auf die Liste der Verdächtigen kommt.

Es war  sehr unterhaltsam zu lesen, wie sich nun alles entwickelt. Die Autorin hat den Familienmitgliedern sehr interessante Charaktere zugeordnet, die mich manchmal auch zum Schmunzeln brachten. Spannend fand ich es ebenfalls, denn ich wusste lange Zeit nicht, wer  der Täter sein könnte. Es gab da mal einen vagen Verdacht, aber sicher war ich mir nicht.

Auf jeden Fall hatten alle Beteiligte eine turbulente Vorweihnachtszeit. Und wie es sich gehört, fand sie ein gutes Ende beim Weihnachtsfest.


Fazit:
Spannend, chaotisch, liebenswert, unterhaltsam - das alles fällt mir zu diesem Buch ein. Mit Sicherheit werde ich weitere Bücher lesen. Aber jetzt empfehle ich erst einmal dieses.

Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalley vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Mopssturm


Autorin: Martina Richter

Titel: Mopssturm

Genre: Tierkrimi

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 6. November 2017

Seiten: 250

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Midnight




Das schreibt die Autorin über sich:
Geboren wurde ich 1966 in Bielefeld, wuchs aber in Baden-Württemberg auf, wo meine Eltern eine Jugendherberge leiteten. Nach meinem Studium der Geographie in Tübingen begann ich ebenfalls in der Jugendherberge zu arbeiten. Bis heute lebe ich mit meinen beiden Töchtern und vielen Tieren in einem Bauernhaus in Sonnenbühl auf der Schwäbischen Alb. Nach dem Tod meines Sohnes im Jahre 2000 begann ich mit dem Schreiben. Mein erster Roman „Die Schimmelreiterin“ wurde im Herbst 2015 veröffentlicht. Meine eigentliche Liebe gilt aber dem klassischen Kriminalroman. Mein Detektiv ist ein junger Mops namens Holmes.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Aufregung im kleinen Örtchen Knieslingen auf der schwäbischen Alb: Der Lokaladel kehrt heim. Und zwar in Form des gutaussehenden jungen Grafen Falk von Knieslingen, der der alten Burg Hohenknieslingen wieder zu neuem Glanz verhelfen will und ein Hotel darin eröffnen möchte. Während die weiblichen Anwohnerinnen ganz hin und weg sind vom attraktiven Landadligen, schafft es das Herrchen von Mopsdedektiv Holmes den Architektenjob für das Projekt zu ergattern. Doch nicht alle sind von der Renovierung des alten Gemäuers begeistert und immer wieder wird der Umbau sabotiert. Holmes ahnt, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht, aber wer steckt hinter den Anschlägen? Und als es dann noch einen Toten gibt, ist klar, dass das Ermittlerteam aus Kommissar Waterson und Mops Holmes den Spuren nachgehen muss…


Meine Meinung:
Eigentlich wollte ich ja, nachdem ich das Buch Mopsfluch gelesen hatte, die beiden ersten Bücher lesen, das habe ich aus Zeitgründen leider nicht geschafft. Und  nun hatte ich die Möglichkeit, ein weiteres Buch mit den Helden Holmes und Waterson zu lesen und die habe ich natürlich auch genutzt. Es machte nichts, dass ich Lücken in der Serie hatte, durch kleine Rückblenden kam ich bestens zurecht.
Auch diesmal begeisterte mich der Schreibstil der Autorin. Die ganze Geschichte erzählt uns Leser der kleine Mops Holmes. Inzwischen ist seine Familie gewachsen und sein Sohn wird erfolgreich von ihm angelernt. Ich hatte großen Spaß daran, alles aus Sicht von Holmes zu lesen. Wie hilft sich ein Hund, wenn er mit seinen Menschen nun mal nicht sprechen kann? Holmes schafft das und hat mit Kommissar Waterson erfolgreich einen weiteren, sehr spannenden Fall gelöst.
Ich als Krimifan fühlte mich sehr gut unterhalten und langweilig war es überhaupt nicht.
Aber es galt ja nicht nur einen weiteren Fall aufzuklären, das Leben der Menschen, die zu Holmes Familie gehörten, war auch ganz schön aufregend.

Fazit:
Es besteht tatsächlich Suchtgefahr bei dieser Krimiserie und ich werde versuchen, ab jetzt die nächsten Bücher ohne große Lücken zu lesen. Auf jeden Fall kann ich auch diese Folge empfehlen.

Ich möchte mich beim Verlag und NetGalley vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Rezension - Frohe Weihnacht, kleiner Streuner


Autorin: Johanna Lenz

Titel: Frohe Weihnacht, kleiner Streuner

Genre: Weihnachtsbuch

Version: eBook und gebunden

erschienen: 13. Oktober 2017

Seiten: 240

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Weltbild




Die Autorin Johanna Lenz lebt seit vielen Jahren in Wien und verbringt ihre Ferien gern mit ihrer besten Freundin in Seewalchen, dem Schauplatz ihres Weihnachtsromans am Attersee. Unter Pseudonym hat sie bereits zahlreiche Bestseller geschrieben. Ihr Name steht für lockere und humorvolle Unterhaltungsromane mit einer gehörigen Portion Gefühl.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Kurz vor Weihnachten hat Katrin alle Hände voll zu tun, denn schließlich muss sie unbedingt ihren neuen Roman fertigschreiben. Ausgerechnet jetzt zieht der neue Nachbar Dominik ein und verdreht ihr gehörig den Kopf. Dazu schleicht sich auch Kater Elvis in ihr Leben und sorgt für ordentlich Chaos in ihrer Wohnung. Als Streuner, wie er im Buche steht, ist Elvis eigenwillig und immer für eine Überraschung gut. Doch dann verschwindet Dominik spurlos und niemand ahnt, wohin er gegangen sein könnte. Jetzt ist Elvis ihre letzte Hoffnung, Dominik zu finden – und vielleicht doch ein fröhliches Weihnachtsfest zu erleben.


Meine Meinung:
Ein kleiner Kater sorgt für reichlich Trubel und das meist im ungünstigen Momenten.  Katrin steckt mitten drin in ihrem neuen Buch, das sie rechtzeitig vor Weihnachten fertig haben soll. Dominik zieht in die Wohnung neben Katrins ein und plötzlich meint ein kleiner Kater, er könne dort ebenfalls mit einziehen.
So beginnt die Geschichte um den kleinen Streuner, der sehr schnell den Namen Elvis bekommt und von Katrin und Dominik. Was die beiden nun mit dem Kater alles erleben, hat die Autorin sehr humorvoll geschrieben. Aber es dreht sich nicht alles nur um den Kater, die Menschen haben in ihrem Beruf genug zu tun. Und anscheinend ist auch nicht alles so schön, wie es sein sollte. Mehr werde ich dazu aber nicht verraten.
Auf jeden Fall erleben alle eine sehr turbulente Vorweihnachtszeit, die ein gutes Ende am Weihnachtsfest findet.


Fazit:
Ein unterhaltsames Buch mit sehr schönen Beschreibungen der verschneiten Umgebung. Katzenliebhaber werden es mögen und andere froh sein, dass sie keine Katze haben 😉


Ich möchte mich beim Weltbild-Verlag vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken.

Dienstag, 12. Dezember 2017

Rezension - Try it Baby - New York, New Year, New Love



Autorin: Marleen Reichenberg

Titel: Try it Baby - New York, New Year, New Love

Genre: Liebesroman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 12. Dezember 2017

Seiten: 356

Altersempfehlung: Erwachsene





Die Autorin Marleen Reichenberg wurde in der Nähe von München geboren, ist verheiratet und lebt mit ihrer Familie in Süddeutschland. In ihrer freien Zeit entspannt sie sich beim Klavierspielen, liest sehr viel, hält sich mit Yoga und Radfahren fit und engagiert sich ehrenamtlich. Sie studierte Rechtswissenschaften, arbeitete unter anderem als Anwältin, und ist es als Juristin gewohnt, sich mit eher „trockener“ Materie zu beschäftigen. In ihren Büchern hingegen begibt sie sich in die Welt der Gefühle und schreibt in den Genres Liebe, Drama und Humor.


Kurzbeschreibung, übernommen:
So hat sich die junge Französin Julie ihren Neuanfang in New York nicht vorgestellt: Ausgerechnet in der Vorweihnachtszeit findet sie sich plötzlich mutterseelenallein und arbeitslos in einer Stadt, die dafür bekannt ist, mit Neuankömmlingen nicht gerade zimperlich umzugehen. Julie sehnt sich nach Südfrankreich zurück. Lediglich die Hoffnung darauf, dass ihr untreuer Freund Vincent wieder zur Besinnung kommt, hält sie noch im von ihr verhassten Big Apple.
Luke Tierney, ein erfolgsverwöhnter Bauunternehmer, ist überzeugter New Yorker und mit grenzenlosem Selbstbewusstsein gesegnet. Seine persönliche Freiheit geht ihm über alles, deshalb meidet er anhängliche Frauen wie der Teufel das Weihwasser.
Die von Liebeskummer und Heimweh geplagte Julie passt überhaupt nicht in sein Beuteschema. Dennoch fühlt er sich verpflichtet, die widerspenstige Französin aufzumuntern und ihr eine unvergessliche Silvesternacht zu bereiten. Als Julie sich langsam aber sicher in New York behauptet, rührt sich in Luke ein Gefühl, das er bisher nicht kannte: Eifersucht …“


Meine Meinung:
Von Marleen Reichenberg habe ich inzwischen einige Bücher gelesen, die mir gefielen und deshalb freute ich mich, dass ich jetzt ein neues Buch von ihr lesen konnte.
Zunächst lernte ich Julie, ein junge Französin kennen, die sich auf einmal ganz allein und verloren in dem großen New York vorkam. Betrogen vom Freund, den sie verlassen hat, musste sie mit Heimweh, Liebeskummer und Jobsuche klar kommen.
Dann kamen  Sabrina und Luke hinzu. Sabrina sollte ihr eine gute Freundin werden und Luke, nun ja, wenn man es genau nimmt, war er ihr Vermieter, ein sehr gut aussehender, nebenbei erwähnt, denn das Haus, in dem Sabrina wohnte, gehörte ihm. Sabrina, seine Nichte hatte dort eine Wohnung und suchte eine Mitbewohnerin.
Alle drei hatten so ihre Vorstellungen, wie sie ihr Leben gestalten wollten. Geprägt waren sie auch durch ihre Familien und besonderen Ereignissen in der Kindheit.
Die Protagonisten konnten also gegensätzlicher nicht sein. Auf der einen Seite die Französin, die gutes Essen in Ruhe genießen möchte und den Trubel und die Hektik in New York so gar nicht mag. Auf der anderen Seite typische New Yorker, die sehr auf ihren Job mit Karriere konzentriert sind und Bindungsangst haben. Eine interessante Mischung und es versprach auch eine unterhaltsame Geschichte zu werden.
Mir hat es sehr gefallen, alle drei zu beobachten und sie eine Weile zu begleiten. Sympathisch waren mir alle und ich hoffte sehr, dass sie irgendwann mal den richtigen Weg einschlagen und glücklich werden. Aber es ist nicht leicht, denn jeder war ja der Meinung, so wie sie oder er es sich eingerichtet hatte, wäre es gut. Wenn es dann nicht mal Situationen geben würde, die einem zum Nachdenken anregen und einiges anders betrachten lassen. Nun möchte ich hier nicht den Eindruck erwecken, dass alle große Probleme wälzen mussten und so gar nicht glücklich waren.
Nehme ich nur mal Julie, sie hat New York sehr gut kennen lernen dürfen, denn Luke hat ihr sehr vieles gezeigt und geboten. Ach, ich könnte jetzt so vieles aufzählen, was Julie und mir gefallen hat, will aber keinen langweilen und natürlich auch nichts verraten.
Auf jeden Fall nahm die Geschichte einen Verlauf, den ich vorhergesehen und mir auch gewünscht hatte, aber dann passierte doch etwas und da hat mich die Autorin angenehm überrascht und gezeigt, dass die Protagonisten in diesen Situationen durchaus mal anders handeln können.

Fazit:
Ein gelungenes Buch, das zeigt, dass man durchaus den einmal gewählten Weg ändern darf. Gefühle dürfen zugelassen werden und ein Neuanfang ist nicht immer nur ein Sprung ins kalte Wasser.
Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter, denn ich fühlte mich gut unterhalten, habe sehr viel interessantes über New York als Stadt und deren Bewohner erfahren.

Bei der Autorin möchte ich mich vielmals bedanken, dass sie mir die Gelegenheit gegeben hat, das Buch vorab lesen zu können. Der anschließende Gedankenaustausch hat mir ebenfalls gefallen. Und wie immer möchte ich erwähnen, dass alles keinen Einfluss auf meine Bewertung hat, denn Bücher, von denen ich annehme, dass sie mir nicht gefallen würden, möchte ich auch  gar nicht vorab lesen. Das kann ich mir nämlich schon aussuchen

Sonntag, 10. Dezember 2017

Rezension - Milchkaffee - Das Glück der Liebe


Autorin: Susanna Ernst

Titel: Milchkaffee - Das Glück der Liebe

Genre: Roman

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 1. Dezember 2017

Seiten: 350

Altersempfehlung: Erwachsene

Verlag: Feelings 




Die Autorin Susanna Ernst wurde 1980 in Bonn geboren und schreibt schon seit ihrer Grundschulzeit Geschichten. Sie leitet seit ihrem sechzehnten Lebensjahr eine eigene Musicalgruppe, führt bei den Stücken Regie und gibt Schauspielunterricht. Außerdem zeichnet die gelernte Bankkauffrau und zweifache Mutter gerne Portraits, malt und gestaltet Bühnenbilder für Theaterveranstaltungen. Das Schreiben ist jedoch ihre Lieblingsbeschäftigung für stille Stunden, wenn sie ihren Gedanken und Ideen freien Lauf lassen will. Ihr Credo: Schreiben befreit!


Kurzbeschreibung, übernommen:
Die Geschichte einer tiefen Verbindung in den Wirren des Nachkriegs-Deutschlands. Ein rührender Liebesroman voller großer Gefühle.
Erfurt, April 1945: Als sich der neunjährige Erik an Plünderungen beteiligt, wird er schwer verletzt. Der afroamerikanische Soldat Sam rettet ihm das Leben und kümmert sich in den folgenden Wochen in jeder freien Minute um den Jungen, nach dem eigenartigerweise niemand zu suchen scheint. Als Eriks Kräfte immer weiter nachlassen und er dem Tod näher ist als dem Leben, trifft Sam auf die siebenjährige Sophie, eine kleine Soloballerina des stillgelegten Stadttheaters. In seiner Verzweiflung bringt der Soldat das Mädchen zu Erik, nicht ahnend, dass er damit den Grundstein für eine ganz große Liebe legt. Denn mit ihrem Tanz und ihrer fröhlichen Art weckt Sophie nicht nur die Lebensgeister des Jungen, sie hinterlässt auch bleibenden Eindruck bei Sam selbst.


Meine Meinung:
Bisher habe ich alle Bücher von Susanna Ernst mit großer Begeisterung gelesen und ich musste nicht lange überlegen, ob ich dieses Buch auch lesen wollte. Und was soll ich berichten, ich war von Anfang bis Ende an das Buch gefesselt.
Das Buch startet mit einer Begebenheit im Frühjahr 2017 und schwenkt dann in die Vergangenheit ins Jahr 1945. Im April des Jahres beginnt die Geschichte von Erik, der schwer verletzt wird. Kurz danach treten neben vielen anderen der Soldat Sam und das Mädchen Sophie in sein Leben. Keiner ahnte zu dem Zeitpunkt, dass damals ein wichtiger Grundstein gelegt wurde.
Susanna Ernst hat eine sehr berührende Geschichte geschrieben, die gleichzeitig auch vieles von der damaligen Zeit vermittelt. Ich finde es immer wieder interessant zu lesen, denn das letzte Kriegsjahr war für viele besonders schicksalshaft und die darauf folgenden Jahre gehören zur deutschen Geschichte.
Ich war an das Buch gefesselt, denn ich wollte natürlich wissen, wie sich alles entwickeln würde und was aus Erik und Sophie wird. Ganz begeistert war ich mal wieder von dem Schreibstil der Autorin, die mich dann doch sehr verblüfft hat. Leider kann ich hier nicht näher darauf eingehen, ohne etwas zu verraten.
Das Buchcover gefällt mir sehr gut und im Laufe des Buches habe ich auch die genaue Bedeutung erfassen können. Es passt wunderbar zur Geschichte.

Fazit:
Ich finde, dass Susanna Ernst ein weiteres tolles Buch gelungen ist. Ich möchte allen auf jeden Fall empfehlen das Buch unbedingt zu lesen. Um es auf den Punkt zu bringen, es ist einfach ein wunderschönes berührendes Buch.

Ich möchte mich beim Verlag und bei NetGalley vielmals für das Rezensionsexemplar bedanken

Rezension - Jeremias Voss und die Leichen im Eiskeller


Autor: Ole Hansen

Titel: Jeremias Voss und die Leichen im Eiskeller

Genre: Krimi

Version: eBook

erschienen: 27. November 2017 vorab bei Thalia
Veröffentlichung 8. Januar 2018

Seiten: 277

Altersempfehlung: Erwachsene

exklusiv vorab lesen bei Thalia: klick hier
Verlag: dotbooks der eBook-Verlag



Ole Hansen, geboren in Wedel, ist das Pseudonym des Autors Dr. Dr. Herbert W. Rhein. Er trat nach einer Ausbildung zum Feinmechaniker in die Bundeswehr ein. Dort diente er 30 Jahre als Luftwaffenoffizier und arbeitete unter anderem als Lehrer und Vertreter des Verteidigungsministers in den USA. Neben seiner Tätigkeit als Soldat studierte er Chinesisch, Arabisch und das Schreiben. Nachdem er aus dem aktiven Dienst als Oberstleutnant ausschied, widmete er sich ganz seiner Tätigkeit als Autor. Dabei faszinierte ihn vor allem die Forensik – ein Themengebiet, in dem er durch intensive Studien zum ausgewiesenen Experten wurde. Heute wohnt der Autor in Oldenburg an der Ostsee.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Bei Eis und Schnee werden auf Schloss Herrmannsthal in der Nähe von Hamburg die Leichen zweier junger Frauen entdeckt. Jeremias Voss, der bekannte Hamburger Privatermittler, ist von Anfang an vor Ort. Wer sind die beiden Opfer? Woher kamen sie? Und wer hat sie auf dem Gewissen? Als Jeremias Voss die adeligen Schlossbesitzer genauer unter die Lupe nimmt, stößt er auf eine Familie am Rande des finanziellen Ruins, marode Verhältnisse und menschliche Abgründe. Und auf einmal gerät er selbst ins Fadenkreuz des Mörders …


Meine Meinung:
Als Serienjunkie war es für mich klar, dass ich auch den 9. Fall von Jeremias Voss lesen wollte. Und ich kann vorab sagen, dass ich wieder begeistert bin.
Diesmal muss Jeremias mit Nero nicht nur große Gefahr abwehren, die beiden haben auch mit reichlich Schneemassen und Kälte zu kämpfen. Was war ich froh, dass ich zu Hause in meinem warmen Zimmer sitzen und gemütlich das Buch lesen konnte.
Der Autor hat es mal wieder bestens verstanden, reichlich Spannung in die Geschichte einzubauen und mir viele Verdächtige beschert. Bis zum Ende war ich mir nicht sicher, wenn denn nun tatsächlich der Täter gewesen sein konnte.
Die Zusammenarbeit aller Beteiligten klappte mal wieder bestens, ich bin jedesmal begeistert von der Rentner-Gang, klar Vera trägt viel dazu bei und auch Silke unterstützt Jeremias. Hätte er nicht diese tollen Freunde an seiner Seite, dann wäre es nicht immer sehr einfach. Nun wollt Ihr sicher wissen, wer sich hinter den Namen verbirgt. Tja, ich kann nur empfehlen das Buch zu lesen. Alte Hasen der Serie kennen sie, Einsteiger werden sie gut kennen lernen.

Fazit:
Ein weiterer Fall den Jeremias gut gelöst hat und ein weiteres Buch, mit dem mich der Autor begeistert hat. Ich hoffe, dass ich noch einige Bücher lesen kann.

Das Buch erscheint regulär am 8.1.2018, aber jetzt besteht schon die Möglichkeit, es vorab lesen zu können, bei Thalia kann es jetzt schon herunter geladen werden.

Ich möchte mich beim Verlag vielmals bedanken, dass ich darauf aufmerksam gemacht wurde.

Donnerstag, 7. Dezember 2017

Rezension - Das Mädchen mit der goldenen Schere




Autoren: Horst und Julia Drosten

Titel: Das Mädchen mit der goldenen Schere

Genre: Historisch

Version: eBook und Taschenbuch

erschienen: 6. Dezember 2017

Seiten: 297

Altersempfehlung: Erwachsene




Über die Autoren:
Horst und Julia Drosten leben im Münsterland und hatten schon immer den Wunsch, Bücher zu schreiben. Fast genauso viel Spaß, macht ihnen die Recherche. Sie flogen schon zusammen in einem alten Doppeldecker oder ließen sich von einer Kosmetikerin verwöhnen. Für "Die Honigprinzessin" absolvierten sie einen Imkerkurs und für "Die schwarze Taube von Siwa" folgten sie in Ägypten den Spuren der alten Pharaonen und für die Elefantenhüterin besuchten sie u. a. wilde Elefanten auf Sri Lanka. Ihr Bestseller "Die Löwin von Mogador" schaffte es im Juni 2014 auf Platz 1 der historischen Romane bei Amazon.


Kurzbeschreibung, übernommen:
Am Weihnachtsmorgen 1889 wird Fanny im Allgemeinen Wiener Krankenhaus geboren. Ihre Mutter besteht auf einer anonymen Geburt und verlässt das Krankenhaus kurz danach ohne ihr Kind. Fanny wächst im Findelhaus auf, wo sie von der Oberpflegerin Josepha mit liebevoller Strenge erzogen wird. Sie muss früh lernen, sich durchzusetzen und wird eine erfolgreiche Maßschneiderin, deren Entwürfe in der Modewelt Trends setzen. Das ungelöste Rätsel ihrer Herkunft lässt sie nie los, aber alle Spuren zu ihren Wurzeln führen ins Nichts.

Beruflich äußerst erfolgreich, bleibt ihr in der Liebe das große Glück verwehrt. Als der Erste Weltkrieg endet, der ihre Karriere jäh unterbrach, tun sich neue Chancen auf: Nicht nur das gemeinsame Leben mit ihrer großen Liebe rückt plötzlich in greifbare Nähe, auch das Geheimnis ihrer Herkunft scheint Fanny endlich lüften zu können.



Meine Meinung:
Von Horst und Julia Drosten bin ich es gewohnt, dass sie mich meist in eine besondere Zeit der Vergangenheit mitnehmen. So war es auch diesmal. Die Protagonistin Fanny wurde 1889 zu Weihnachten in Wien geboren. Aber sie durfte nicht wie viele andere Kinder in einer liebevollen Familie aufwachsen. Damals gab es die Möglichkeit, dass die Frauen anonym entbinden konnten und das Kind sofort abgaben. So kam Fanny in ein Findelhaus. Es war keine leichte Zeit für sie, aber sie hatte immerhin das Glück, dass sich die Oberpflegerin Josepha liebevoll um sie kümmerte und wie eine Großmutter zu ihr war.
Während ich also Fanny auf einem Teil ihres Lebensweges begleiten konnte, habe ich auch sehr viel über das Leben zu der damaligen Zeit erfahren. Ganz allgemein war es keine leichte Zeit für alle und Frauen, die ungewollt schwanger wurden, hatten es besonders schwer. In höheren Gesellschaftsschichten wurde selten aus Liebe geheiratet, Frauen bekamen keine besondere Schulausbildung und der Standesdünkel war besonders ausgeprägt.
Fanny war ein Mädchen, das gerne den eigenen gewählten Weg gehen wollte, aber die Zeit war noch nicht reif und sie musste sich anpassen. Sehr fesselnd beschreiben die beiden Autoren, was Fanny alles so erlebte, wie sie mit den Gegebenheiten klar kam beziehungsweise eben nicht klar kam. Obwohl sich die gehobene Gesellschaft ja für etwas besseres hielt, haben es viele von ihnen an Menschlichkeit gegenüber dem Personal fehlen lassen. Aber wie überall gibt es sonne und sonne 😉 leider hat Fanny meist eine schlechte Erfahrung gemacht, was aber auch an ihrem Wesen lag, sie nahm nicht alles hin. Nun, ich möchte hier jetzt nicht alles verraten. Auf jeden Fall fand ich es ausgesprochen interessant, einiges über das Leben aus der Zeit zu erfahren.Über ihre Kindheit erfahre ich einiges in groben Zügen, ausführlicher wird die Zeit beschrieben, in der sie als junge Frau ihren Weg sucht und findet.
So ganz nebenbei bekam ich auch Eindrücke, welche Einstellung die Menschen damals zum Krieg hatten, wie sie sich anderen gegenüber verhielten und vor allem manchmal ihr Verhalten sehr änderten. Ich finde es wirklich auch immer wieder interessant mehr über diese Zeit zu erfahren und zwar aus verschiedenen Blickwinkeln.
Begeistert hat mich, dass die beiden Autoren dies alles in ihre Geschichte rund um Fanny untergebracht haben. Es ist eine Geschichte, in der so vieles passiert: das Schicksal schlägt zu, aber auch die Liebe beansprucht ihren Teil.


Fazit:
Horst und Julia Drosten haben ein weiteres Mal ein sehr interessantes und fesselndes Buch geschrieben. Ich möchte jedem empfehlen Fanny kennen zu lernen und mit ihr mehr aus der Zeitgeschichte zu erfahren.

Bereits auf der Buchmesse in Frankfurt habe ich schon eine Leseprobe dieses Buches bekommen und hatte jetzt auch die Möglichkeit, es vorab zu lesen, was mich natürlich sehr begeistert hat. Einen Einfluss auf meine Bewertung hatte dies allerdings überhaupt nicht.